Die Polizei ermittelt wegen möglicher illegaler Autorennen auf der Autobahn 81. Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums vom Montag wurde am vergangenen Freitagabend gegen 22.45 Uhr eine Autofahrerin zwischen den Anschlussstellen Gottmadingen und Singen von mehreren Fahrzeugen, darunter zwei weiße BMW, grundlos ausgebremst.

Anschließend fuhren die Autos, darunter zumindest ein Fahrzeug mit Züricher Zulassung, mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Norden davon. Nur wenige Minuten später meldete sich ein weiterer Verkehrsteilnehmer in der Einsatzzentrale der Polizei und berichtete von einem ähnlichen Vorfall auf dem gleichen Streckenabschnitt. Bei der sofortigen Überprüfung konnten Einsatzkräfte der Polizei indes keine verdächtigen Fahrzeuge mehr feststellen.

Straßenwärter Tobias Schäuble montiert an der Autobahn A81 am Hegaublick ein Schild mit der Aufschrift «130». Vier Monate nach der Entscheidung der baden-württembergischen grün-schwarzen Landesregierung zur Einführung eines Tempolimits auf der Autobahn 81 sind die Schilder aufgestellt worden.
In Baden-Württemberg gibt es immer wieder Probleme mit illegalen Autorennen. Nachdem von der Autobahn 81 (Stuttgart-Singen) immer wieder Rennen gemeldet wurden, wurde Anfang März zwischen Engen und nördlich von Geisingen ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde verhängt. | Bild: Patrick Seeger

Pause auf dem Parkplatz

Doch es gab weitere Rückmeldungen unbeteiligter Verkehrsteilnehmer. In der Nacht zum Samstag, gegen 1.45 Uhr, teilte ein Autofahrer mit, dass er zwischen dem Hohentwieltunnel und der Anschlussstelle Singen von mehreren BMW-Fahrzeugen mit Schweizer Zulassung ausgebremst worden sei.

Anschließend sollen die Fahrzeuge Gas gegeben und danach zumindest teilweise auf den Parkplatz Klauseneck zwischen den Anschlussstellen Mühlhausen und Engen gefahren sein. Als Polizei-Fahrzeuge den Parkplatz ansteuerten, waren die mutmaßlichen Raser schon wieder weg.

Startaufstellung auf der Landstraße

Zwei BMW mit Schweizer Zulassung wurden wenig später im Rahmen der Fahndung auf der Landesstraße 191 gesichtet und am Ortseingang von Singen angehalten und kontrolliert, nachdem sie zuvor nebeneinander auf der L 191 angehalten hatten. Ob die in der Schweiz wohnhaften Fahrer zuvor an möglichen Rennsituationen beteiligt waren, sei Gegenstand der Ermittlungen, heißt es im Polizeibericht.

Bei der Überprüfung der Fahrzeuginsassen stellte sich außerdem heraus, dass gegen einen 23-jährigen Beifahrer ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Der Mann konnte die geforderte Geldstrafe von rund 400 Euro bezahlen und somit eine Inhaftierung vermeiden. Das Verkehrskommissariat Mühlhausen-Ehingen bittet mögliche Zeugen der Vorfälle, sich zu melden. Kontakt: Telefon (0 77 33) 99 60 0.