Die SÜDKURIER-Druckerei läuft närrisch heiß: Hier spucken die Maschinen drei Millionen Seiten für die Narrenblätter der Region aus, darunter für das Schwergewicht, die Narrenzeitung der Vereinigung Hegau-Bodensee, dann holt sich Druckereichef Michael Schäfer die bunt gewandeten Auftraggeber ins Haus. Beim Empfang von rund 80 Hästrägern aus der Region im SÜDKURIER geht es bei Schinken, Kartoffel- und Endiviensalat rund. Unter der Regie von Walter Benz, dem langjährigen Anzeigenleiter der Narrenzeitung, treiben es die Fasnachter bunt.

Putzig: Das Ballett der Fürstenbergler kehrt mal richtig aus beim Empfang der Narren in der Drückerei des SÜDKURIER.
Putzig: Das Ballett der Fürstenbergler kehrt mal richtig aus beim Empfang der Narren in der Drückerei des SÜDKURIER. | Bild: Claudia Rindt

Der Putztrupp des Fürstenbergler-Balletts aus Konstanz fegt gute Laune in den Saal. Jürgen Stöß von der Konstanzer Schneckenburg bringt dem Publikum Schnecklisch bei, ein badisch angehauchtes Mundart-Englisch mit ganz besonderen Ausspracheregeln. Darauf ein kräftiges "How Narrow". Klaus Sauter aus Gottmadingen, Träger des Alefanz-Ordens, setzt in der Bütt knochentrockene Spitzen auf Michael Schäfer und Walter Benz, Sigmar Hägele aus Engen bringt die Leiden des Büttenschiebers in die Bütt, und Hubert Reiser aus Stockach die Freuden des kostenfreien Büffets. Sebastian Pöhlmann von den Giraffen verzaubert mit magischen Späßen, die viel mit Mimik und gar nichts mit Zauberei zu tun haben. Stephan Glunk von den Singener Poppele begeistert als Barde.

Essbarer Orden für den Vertreter des SÜDKURIER

Karle Amann, der Kult-Wirt von der Höri, trägt zusammen mit Carola Schäpke, Renate Herrmann und Harald Benkler freche Heidi-Lieder vor und bringt den Saal zum Mitsingen. Sie fordern: Macht dieses "kreuzwüschte Singen" bereit für die Schweiz. Amann hat eine zwei Meter lange Schwarzwurst als Orden dabei, und verpasst diesen zuletzt Tobias Gräser, dem stellvertretenden Verkaufsleiter für Anzeigen beim SÜDKURIER.

Gräser tritt im Anzug und mit kahlem Kopf vors Publikum, um wie ein Musical-Held seinen Sehnsuchtstraum zu singen. Den Traum, endlich auch eine Narrenkappe tragen zu dürfen. Walter Benz und Michael Schäfer begleiten ihn bei der Inszenierung.