Es trieb kieloben im Wasser und drohte komplett zu versinken: Am frühen Donnerstagabend ist vor der Mainauer Bucht ein Motorboot gekentert. Darüber informierten gestern die Feuerwehren Konstanz und Überlingen sowie die Wasserschutzpolizei. Die dreiköpfige Besatzung überstand die Havarie unverletzt. Circa zwei Minuten lang mussten es der 44-jährige Bootsführer aus der Schweiz und seine beiden Mitfahrer im Wasser aushalten, dann war die Crew eines zu Hilfe eilenden Segelboots zur Stelle und nahm die Schiffbrüchigen an Bord.

DLRG-Taucher und Feuerwehr-Schwimmer bergen das im Überlinger See gekenterte Motorboot. Bild: Feuerwehr
DLRG-Taucher und Feuerwehr-Schwimmer bergen das im Überlinger See gekenterte Motorboot. Bild: Feuerwehr | Bild: Feuerwehr

Im Heck war Wasser in das geankerte Boot geflossen. Wie das passieren konnte, war gestern jedoch noch unklar. Das Geschehen spielte sich rund 100 Meter vor dem Ufer ab, wie die Feuerwehr Überlingen berichtet, die zusammen mit den Konstanzer Kollegen zur Unglücksstelle eilte. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schwamm das gekenterte Boot kieloben. Die Ölwehr der Feuerwehr und die DLRG machten sich nun daran, das Boot zu bergen. Taucher der DLRG und Schwimmretter der Feuerwehr brachten sogenannte Hebesäcke an. Feuerwehrleute pumpten das Wasser aus dem Boot. Die Helfer schleppten es dann beim Campingplatz Fließhorn in Dingelsdorf ans Ufer. Hier wurde das Boot auf einen Trailer geladen und konnte sodann dem Eigentümer übergeben werden. Die Wasserschutzpolizei ermittelt nun, um herauszufinden, warum es zu dem Unglück kam.

Einsatzkräfte hieven das im Überlinger See gekenterte Motorboot ans Ufer. Bild: Feuerwehr
Einsatzkräfte hieven das im Überlinger See gekenterte Motorboot ans Ufer. Bild: Feuerwehr | Bild: Feuerwehr

Für Bootsfahrer und Segler beginnt die Saison somit mit zwei Schauermeldungen. Innerhalb weniger Tage war dies nämlich schon der zweite Fall einer Bootshavarie. Am vergangenen Samstag war das Ganze noch relativ glimpflich abgelaufen, denn als im Konstanzer Yachthafen an der Seestraße ein Segelboot sank, waren keine Menschen an Bord. Die Yacht ging an einem Liegeplatz unter. Bevor sie auf Grund sank, waren auch hier Feuerwehr und DLRG zur Stelle, um das Boot am Sinken zu hindern.