Bei Kontrollen in Fernreisebussen gingen der Bundespolizei im Grenzgebiet Reisende ins Netz, die mit gefälschten Papieren unterwegs waren. Ein Schauplatz war der deutsch-schweizerische Grenzübergang in Gottmadingen-Bietingen am Freitagmorgen. Als dort Einsatzkräfte der Bundespolizei gegen fünf Uhr einen aus der Schweiz kommenden Fernreisebus überprüften, fiel ihnen ein 24-jähriger Mann auf, der sich mit einer italienischen Aufenthaltserlaubnis auswies. Laut Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz zeigte sich bei der Überprüfung des Dokuments, dass es sich um eine Totalfälschung handelte. Der Ghanaer, der mit dem Bus aus Italien gekommen war, wurde angezeigt und an die zuständige Ausländerbehörde weitergeleitet.

Lichtbilder in Ausweisen erregen Verdacht

Im selben Fernreisebus wies sich dann eine Frau (22) gegenüber der Bundespolizei mit einem italienischen Flüchtlingspass sowie einer italienischen Aufenthaltserlaubnis aus. Beim Vergleich der Lichtbilder beider Papiere kamen die Kontrolleure zu dem Schluss, dass es sich um unterschiedliche Personen handelte. Die 22-jährige Nigerianerin gab an, für ihre Reise nach Deutschland die Dokumente einer anderen Frau benutzt zu haben. Bei der Durchsuchung der Reisenden wurden ihre rechtmäßigen italienischen Aufenthaltspapiere aufgefunden, die sie allerdings nicht zur Einreise legitimierten, wie der Polizeibericht vermerkt. Die Frau wurde in die Schweiz zurückgeschickt. Die in Deutschland lebende Inhaberin des Passes, den die 22-Jährige vorgezeigt hatte, muss nun auch mit einer Anzeige rechnen.

Bereits am Donnerstag waren in einem Fernbus aus der Schweiz auf dem Döbele-Parkplatz in Konstanz zwei Frauen (28 und 33 Jahre) aufgefallen. Bei der Kontrolle wiesen sie sich nach Angaben der Bundespolizei mit griechischen Identitätskarten aus. Bei Sichtung der Dokumente stellten die Kontrolleure fest, dass die Papiere gefälscht waren. Ermittlungen zufolge handelt es sich bei den Frauen um irakische Staatsangehörige, die mit den gefälschten Papieren aus ihrem Heimatland vermutlich über die Türkei nach Griechenland eingereist waren. Von dort flogen sie in die Schweiz und stiegen in den Fernbus nach Deutschland um.