Seit einer Woche sind die Schulen und Kitas im Landkreis geschlossen – eine von vielen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Für Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und ihre Kinder deshalb nicht selbst betreuen können, gibt es jedoch Hilfe: 531 Kinder werden derzeit im Kreis Konstanz in Notbetreuungen beaufsichtigt. Von ihnen gehen sonst 148 zur Schule und 383 besuchen normalerweise den Kindergarten oder eine Kita.

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Viel Lob für Personal in Notbetreuungen

„Ich bin begeistert von den Erzieherinnen und Erziehern, von ihrer großen Flexibilität und ihrem Einsatzwillen“, sagt Johannes Moser, Engener Bürgermeister und Vorsitzender des Kreisverbandes Konstanz des Gemeindetags Baden-Württemberg. Innerhalb kürzester Zeit hätten die Städte und Gemeinden die Notbetreuung organisiert, sodass die ersten Angebote bereits einen Tag nach Schließung der Einrichtungen standen. „Das ist eine tolle Leistung und schön zu sehen, wie groß die Solidarität unter den verschiedenen Berufsgruppen ist“, lobt Moser.

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Tagesmütter aktuell in großer Sorge

Doch nicht nur Kindergärten und Schulen sind von den Maßnahmen betroffen, sondern auch Tagesmütter. Da diese meist selbstständig arbeiten, sind sie nun, da sie ihren Beruf nicht ausüben dürfen, nicht finanziell abgesichert. Deshalb appelliert Christine Jerabek, Vorsitzende des Landesverbandes Kindertagespflege Baden-Württemberg, an das Land und die Kommunen, Tagesmütter weiter zu bezahlen: „Wir dürfen sie jetzt nicht mit ihrem Verdienstausfall alleine lassen.“ Der Entschädigungsanspruch für Selbstständige nach dem Infektionsschutzgesetz greife zu kurz, sei bürokratisch und langwierig. Deshalb fordert Jerabek die Verantwortlichen auf, schnell eine Lösung für dieses Problem zu finden.

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Erleichterter Zugang zum Kinderzuschlag

Um Familien zu unterstützen, die wegen der Corona-Krise Verdienstausfälle zu beklagen haben, hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bereits angekündigt, den Zugang zum Kinderzuschlag ab dem 1. April zu erleichtern. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.notfall-kiz.de.