Der Bodenseerat hat einen neuen Präsidenten. Wie die Vereinigung informierte, wählte die Mitgliederversammlung den Konstanzer Landrat Frank Hämmerle in die Führungsposition. Hämmerle löst den langjährigen Präsidenten Arthur Loepfe (ehemaliger Schweizer Nationalrat aus Appenzell Innerrhoden) ab. Der Bodenseerat ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der Bodensee-Anrainerländer. Er versteht sich laut eigener Satzung als beratende Institution auf der Grundlage des persönlichen Engagements seiner Mitglieder. Er behandelt alle Fragen, die von allgemeinem Interesse für die Euregio Bodensee sind und gibt Empfehlungen an die Behörden und Institutionen. Dabei arbeitet er eng mit der Internationalen Bodensee-Konferenz zusammen, der Vertretung der Regierungen.

In seiner Antrittsrede betonte Hämmerle, dass in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bereits viel geleistet worden sei. In seiner Amtsperiode möchte Frank Hämmerle den internationalen Wirtschaftsraum und die Regionenmarke Vierländerregion Bodensee weiter stärken, um wichtige Signale im Wettbewerb um Standortvorteile unter Einbeziehung aller beteiligten Leistungsträger auszusenden, so heißt es in der Medienmitteilung. In das fünfköpfige Präsidium wurde zudem der Wirtschaftsvertreter Gunnar Paul (Rorschach) als einer von vier Vizepräsidenten gewählt. Urs Schär, Landwirt aus Langrickenbach und Thorsten Leupold, Geschäftsführer der Bodensee Standort Marketing GmbH (BSM), wurden zu neuen Fachbereichsreferenten des Bodenseerats berufen.

Der Mitinitiator und Gründer des Bodenseerats, der frühere Konstanzer Landrat Robert Maus, wurde für sein langjähriges Engagement ausgezeichnet. Er ist nun Ehrenmitglied der Vereinigung. Die Geschäftsstelle des Bodenseerats wird künftig bei der BSM im Konstanzer Businesspark angesiedelt. So könnten die diversen Initiativen der Marketing-Gesellschaft, wie beispielsweise die Clusterinitiative Bodensee, Vierländerregion Bodensee oder der Botschafterclub ideal miteinander verknüpft werden.