Seit dem späten Freitagabend herrscht Gewissheit: Das Coronavirus hat unseren Landkreis erreicht. In einer Pressemitteilung ließ das Landratsamt Konstanz verlauten, dass der erste Fall einer Coronaviren-Infektion bekannt sei. Die betroffene Person befinde sich im Moment in häuslicher Isolation.

Nach SÜDKURIER-Informationen handelt es sich um einen Lehrer, der normalerweise an einer Singener Schule seiner Arbeit nachgeht und im Landkreis Konstanz wohnt. Sein Gesundheitszustand sei allerdings nicht kritisch, wie das Landratsamt informierte.

Symptome zeigen sich nach Rückkehr aus Südtirol-Urlaub

Offenbar hatte der Mann die Schulferien genutzt, um in Südtirol Urlaub zu machen. In der Mitteilung des Landratsamts heißt es, dass er nach seiner Reiserückkehr erste grippeähnliche Symptome festgestellt und sich daraufhin beim Hausarzt gemeldet habe.

Seitdem sich der Mann wieder in Deutschland befindet, habe er seinen Arbeitsplatz noch nicht wieder aufgesucht. Dass er in Singen Schüler angesteckt haben könnte, scheint damit ausgeschlossen.

Lehrer war nach Urlaub noch nicht wieder an der Schule

Die Ergebnisse der medizinisch veranlassten Labordiagnostik seien dann am Freitagabend eingetroffen, schreibt das Landratsamt. Das Ergebnis: SARS-CoV-2 positiv. „Da der Gesundheitszustand der erkrankten Person nicht kritisch ist, befindet sie sich in häuslicher Isolation und muss bislang nicht stationär aufgenommen werden“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die persönliche und medizinische Versorgung sei sichergestellt.

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„Die Stadt Singen und der Arbeitgeber wurden selbstverständlich informiert und stehen mit dem Gesundheitsamt in engem Austausch, sodass gegebenenfalls weitere Maßnahmen veranlasst werden können“, schreibt die Behörde weiter.

Suche nach Personen, die Kontakt zum Patienten hatten

Zudem ermittele das Gesundheitsamt die Personen, mit denen der Infizierte in Kontakt gewesen sein könnte, seitdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

In diesem Zusammenhang habe man bereits die anderen Teilnehmer der Reisegruppe ausfindig gemacht, die die erkrankte Person nach Südtirol begleitet hatten. Das teilte die Pressesprecherin des Landratsamts, Marlene Pellhammer, dem SÜDKURIER am Sonntagmorgen telefonisch mit.

Die Begleitpersonen seien am Samstag getestet worden. „Bei allen fielen die Ergebnisse negativ aus“, berichtete Marlene Pellhammer. Man habe keine Anzeichen einer Corona-Infektion entdecken können.

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An den Krankenhäusern in Konstanz und Singen sind schon seit längerem separate Bereiche für Corona-Tests eingerichtet. Die Labore in beiden Städten haben laut Landratsamt schon mehr als 600 Proben analysiert.

Bis auf den Fall des erkrankten Lehrers seien stand Sonntagnachmittag alle Tests negativ ausgefallen. Bei den meisten Getesteten sei jedoch eine Influenza festgestellt worden, so das Landratsamt.

Was tun, wenn Symptome auftreten?

Dessen Dezernent für Soziales und Gesundheit, Stefan Basel, betonte gegenüber dem SÜDKURIER bereits Ende vergangener Woche: „Wer Husten, Schnupfen, grippeähnliche Symptome hat, möge daheim bleiben. Wer in einem Risikogebiet war und Symptome zeigt, soll den Hausarzt anrufen.“ Ein Corona-Test könne dann gegebenenfalls nach telefonischer Anmeldung im Testzentrum erfolgen.

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