Konstanz Für Jobticket werden Autofahrer zur Kasse gebeten

Das Konstanzer Landratsamt will etwas für den Klimaschutz tun und bietet Mitarbeitern einen Fahrtkostenzuschuss für Bus und Bahn an. Finanziert wird das Ganze mit den Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung.

Der wichtige Verwaltungs- und Finanzausschuss hat schon zugestimmt und auch ein positives Votum des Kreistags darf als sicher gelten. Damit steht dann der Einführung eines Jobtickets für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung nichts mehr im Wege. Wer künftig mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht mehr mit dem eigenen Auto zur Arbeit pendelt, kann mit einem monatlichen Zuschuss aus der Kreiskasse von 20 Euro rechnen. In der Vorlage für den Fachausschuss hatte das Landratsamt die Subvention als Beitrag zum Klimaschutz deklariert. Rund 1000 Beschäftigte zählt die Behörde, ein Fünftel davon könnte das Angebot annehmen, so schätzt man in der Verwaltungszentrale am Konstanzer Benediktinerplatz.

Die hochgerechneten Kosten von 48 000 Euro pro Jahr bezahlt die Kreisverwaltung aus den Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung. Im Vorgriff auf die Einführung des Jobtickets wurden zum Beispiel die Parkgebühren für Parkplatz und Tiefgarage am Landratsamt in Konstanz für Externe und Bedienstete erhöht.

Und wenn demnächst ein wahrer Ansturm auf das Jobticket einsetzen sollte, sieht Landrat Frank Hämmerle weitere Finanzierungsmöglichkeiten durch die Einführung von Parkgebühren auf diversen Liegenschaften des Landkreises, wo bisher noch kostenlos geparkt werden darf. Im Visier hat der Verwaltungschef da die sieben beruflichen Schulen im Landkreis. Zur Kasse gebeten werden dann die Autofahrer unter den Lehrern und Schülern. Stück für Stück ziehe man dann die Leine etwas an, stellte Hämmerle in Aussicht. Ausdrückliche Zustimmung erntete der Landrat bei der Präsentation der Job-Ticket-Pläne im Verwaltungs- und Finanzausschuss von der Fraktion der Grünen. "Die Finanzierung über Parkgebühren ist in unserem Sinne", sagte Grünen-Sprecherin Christiane Kreitmeier. Und ihr Parteikollege Günter Beyer-Köhler befand: "Wir haben sieben Berufsschulen und keine Parkraumbewirtschaftung. Das wird höchste Zeit."

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