Artur Ostermaier bleibt seinem Ruf als Freund klarer Worte treu: „Wenn die Freien Wähler in Baden-Württemberg zu einer Partei werden, will ich nicht mehr Vorsitzender sein!“ Dies sagt er als neuer Vorsitzender des FW-Kreisverbands Konstanz, zu dem er am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Konstanz gewählt wurde und Matthias Mende nachfolgt. Im Gegensatz zu den Freien Wählern in Bayern wolle man Politik von unten her machen, aus den Ortsvereinen heraus.

Jahrzehntelang war Ostermaier Bürgermeister von Steißlingen und Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Auch deshalb sind ihm die lokalen Aufgaben vertraut, die die Freien Wähler in den Kommunen und im Kreistag in lokaler Verankerung erfüllen sollen. Dies gelte auch für übergeordnete, große Themen: „Die können in Tengen ganz andere Schwerpunkte haben als auf der Höri.“

Benjamin Mors ist für die Kommunikation zuständig

Dennoch sollen sich die Ortsvereine stärker vernetzen, um bei Bedarf eine Linie zu finden. Dazu wollen die Freien Wähler auch die sozialen Medien nutzen. Hierbei nimmt Benjamin Mors eine zentrale Rolle ein. Der Nachfolger von Ostermaier als Bürgermeister ist als Schriftführer bei den FW auch für die sozialen Medien zuständig. Sehr zur Freude des Vorsitzenden.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Wolf-Dieter Karle (stellvertretender Vorsitzender), Rüdiger Weckerle (Kassenwart) sowie die Beiräte Ralf Fortenbach, Heidrun Horn, Stefan Leichenauer und Armin Okle.

Matthias Mende holt Landes-Hauptversammlung nach Konstanz

Auch Matthias Mende hatte in seiner letzten Rede als Vorsitzender des FW-Kreisverbands betont, dass dieser und der Landesverband nur als Dach und Dienstleister der 230 Ortsvereine mit insgesamt 10 000 Mitgliedern fungieren. Direktiven von oben gebe es nicht.

Ein Beispiel für die Unterstützung seien die Beratungen zur neuen Datenschutzgrundverordnung, da nicht jeder Ortsverein über Juristen verfüge. Stolz wies er auf die 64. Hauptversammlung der baden-württembergischen Freien Wähler am 28. März 2020 im Konstanzer Konzil hin. Er habe dies mit in die Wege geleitet und wolle an der Organisation tatkräftig mitwirken.