Dieser Schlag gegen den Rauschgifthandel erfolgte bereits vor einem Monat, bekanntgemacht wurde er von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Konstanz am Dienstag: Fahnder der Kriminalpolizei haben Anfang Juni vier mutmaßliche Rauschgifthändler festgenommen.

Der Zugriff sei nach der Übergabe von vier Kilogramm Kokain auf frischer Tat erfolgt, so heißt es. Laut Bericht der Strafverfolgungsbehörden gingen den Festnahmen umfangreiche polizeiliche Ermittlungen voraus.

Übergabe auf dem Autobahnparkplatz

Das Rauschgift, abgepackt in vier Pakete zu je einem Kilogramm, war von einem Kurier auf einem Parkplatz an der Autobahn 81 übergeben worden. Im Anschluss nahmen Spezialkräfte der Polizei die vier mutmaßlichen Dealer im Alter von 26,28,32 und 41 Jahren fest. Bei der Durchsuchung der drei von den Männern benutzten Fahrzeuge seien allerdings keine weiteren Beweismittel gefunden worden, so hieß es. Ein Fahrzeug wurde beschlagnahmt.

Der Übergabe des Rauschgifts war ein Verkaufsgespräch vorausgegangen. Über die hier Beteiligten sowie über weitere Details – etwa die Frage, um welchen Parkplatz an der A 81 gehandelt habe – wollte der zuständige Konstanzer Staatsanwalt Andreas Mathy aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Fest steht indes nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden, dass es sich bei den vier Kilo Kokain um die größte Rauschgiftmenge handelt, die bisher im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz beschlagnahmt wurde. Und das Polizeipräsidium wurde 2014 eingerichtet.

Labor testet den Wirkstoffgehalt

„Das ist richtig viel“, bekräftigte der zuständige Staatsanwalt Andreas Mathy. Er informierte auch, dass das Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Derzeit werde auch noch von einem Untersuchungslabor der Wirkstoffgehalt des Kokains bestimmt.

Die vier verdächtigen Männer wurden in Untersuchungshaft genommen. Der Staatsanwalt sprach von dringendem Tatverdacht. Wann es zu einer Anklage in diesem Fall kommt, ist zur Zeit noch offen.