Der ständige Umgang mit unterschiedlichen Währungen und den damit verbundenen Kursschwankungen gehört für Grenzgänger zum Alltag. Die Banken und Versicherungen in grenznahen Regionen bieten daher für diese Zielgruppe einige besondere Angebote. Bei einigen deutschen Banken gibt es Girokonten und Kreditkarten, die in Schweizer Franken geführt werden. Diese können vor allem wegen der hohen Kontogebühren für Ausländer in der Schweiz interessant sein.

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Auch bieten die meisten Versicherer eine Grenzgänger-Direktversicherung zur beruflichen Altersvorsorge an, deren monatliche Beiträge ganz oder teilweise von der Steuer absetzbar sind. Sie ermöglichen eine ähnliche berufliche Altersvorsorge wie sie Schweizer Arbeitnehmer mit der sogenannten dritten Säule haben.

In welcher Währung soll ein Kredit aufgenommen werden?

Bei der Aufnahme von Krediten hingegen wird es komplizierter, wie Wolfgang Aich von der Sparkasse Konstanz sagt. Hierbei könne es sinnvoll sein, Kredite in derselben Währung aufzunehmen, in der man auch sein Gehalt beziehe. Dies vor allem aus dem Grund, um bei der Rückzahlung nicht durch Währungsschwankungen in Schwierigkeiten zu geraten.

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Anders gestalte sich die Situation, wenn der Kredit für größere Anschaffungen in Deutschland bestimmt sei, die dann folglich in Euro beglichen werden müssten – da könne der Wechselkurs eine zusätzliche Unsicherheit sein. Bei Fragen der Geldanlage gehe es jedoch weniger um die Währung, sondern um das Risiko, das die Anleger einzugehen bereit seien. In Euro und Schweizer Franken gleichermaßen zu investieren, könne da eine Möglichkeit sein, um eventuelle Währungsverluste zu mindern, so Aich.

Hohen Überweisungen müssen gemeldet werden

Generell gilt es beim grenzüberschreitenden Geldtransfer in und aus der Schweiz die zoll- und steuerechtlichen Regelungen zu beachten. Wer etwa mehr als 10.000 Euro Bargeld bei sich führt, muss diese unaufgefordert der Zollstelle schriftlich melden. Auch elektronische Überweisungen von mehr als 12.500 Euro müssen bei der deutschen Bundesbank gemeldet werden.