„Meines Wissens ist die Internationale Bodenseewoche die größte Wassersportveranstaltung am Bodensee„, stellt Veranstaltungsleiter Christoph Bauer fest. Bei der Regatta West-Ost oder der Eisernen seien zwar mehr Schiffe dabei, aber eine Wassersportveranstaltung über mehrere Tage gebe es in dieser Form nicht.

Auch deutschlandweit gesehen – Bauer denkt beispielsweise an die Kieler Woche – sei die Bodenseewoche in Medienpartnerschaft mit dem SÜDKURIER eine bedeutende Segler-Veranstaltung. 140 Schiffe seien bereits für die Regatten gemeldet. Allerdings sei die Bodenseewoche nicht nur für die Wassersportler interessant, sondern auch für interessierte Laien, zumal die Veranstalter erstmals mit der Händler-Gemeinschaft Treffpunkt Konstanz kooperieren, die einen verkaufsoffenen Sonntag veranstaltet (26. Mai, 13 bis 18 Uhr).

Der Konstanzer Hafen vor dem Konzilgebäude soll im Rahmen der Internationalen Bodenseewoche vom 23. bis 26. Mai ein Eldorado für Segler und – aufgrund des facettenreichen Programms – auch für Nicht-Segler.
Der Konstanzer Hafen vor dem Konzilgebäude soll im Rahmen der Internationalen Bodenseewoche vom 23. bis 26. Mai ein Eldorado für Segler und – aufgrund des facettenreichen Programms – auch für Nicht-Segler. | Bild: Scherrer, Aurelia

„Es ist eine Veranstaltung von Seebewohnern für Seebewohner“, so Bauer im Hinblick auf die 14 beteiligten Vereine und die rund 300 Helfer. Der Konstanzer Hafen werde aufgrund der Vielzahl an eindrucksvollen Segelschiffen einen Hauch Saint-Tropez-Flair versprühen. „Wir wollen die Besucher für den Segelsport begeistern und zeigen, dass es sich nicht um einen elitären, sondern um einen Breitensport handelt“, sagt Bauer.

Ruderregatta erstmals komplett im Hafenbecken

Ganz nah am Regattageschehen können die Besucher sein. Die Bodensee-Schiffsbetriebe bieten Fahrten direkt an das Regattafeld, wobei das Geschehen im Konstanzer Trichter versiert und zugleich für Laien verständlich moderiert wird.

„Wir bringen den Segelsport aber auch an Land“, formuliert Christoph Bauer. Auf einer Großleinwand, die zentral auf der Hafenstraße aufgebaut wird, werden die Regatten live übertragen und ebenfalls verständlich moderiert. Die Ruderregatta – der „Imperiasprint“ – findet erstmals komplett im Hafenbecken statt, damit die Zuschauer das gesamte Renngeschehen live verfolgen können.

Bauer betont: Auch wenn alles professionell wirke, seien hier Ehrenamtliche am Werk

Vom Konzilvorplatz bis zur Lago-Brücke wird vier Tage lang Segler-Atmosphäre herrschen. Auf dieser Meile erstreckt sich der ausgebaute maritime Markt mit 76 Ausstellern.

Diesbezüglich will Christoph Bauer ein Missverständnis aufklären. Aufgrund des professionellen Auftretens und des Marktes wirke die Veranstaltung „nach außen hin kommerziell“. Doch die Bodenseewoche werde ehrenamtlich ausgerichtet; unter anderem mit dem Markt würden die Organisatoren die Großveranstaltung finanzieren.

Live-Musik und Tanz

Für alle offen, das ist den Organisatoren wichtig, ist die Seglerlounge auf der Hafenmole. Es solle ein Treffpunkt für Segler und Nicht-Segler sein. Jeden Abend gibt es dort eine Veranstaltung.

Höhepunkt wird das Konzert der bekannten und beliebten Sängerin Bê Ignacio am Freitag, 24. Mai, 20 Uhr. Getanzt wird auch auf der Hafenstraße, ob Salsa, Bachata, Kizomba oder Tango Argentino.

Feuerlösch- und Polizeiboote können besichtigt werden, die DLRG präsentiert eine Rettungsdemonstration mittels Drohne, es gibt Kanu-Polo, Coastal Rowing und Wasserski-Shows, Kinder können sich in Knotenkunde weiterbilden oder Modellboote steuern.

Das komplette Rahmenprogramm: www.internationale-bodenseewoche.com