Konstanz Bodensee: Tourismus wächst weiter

Vor dem Start der Touristikmesse CMT in Stuttgart präsentiert die Branche Wachstumszahlen für den internationalen Bodensee. Nach Angaben der Marketinggesellschaft IBT (Konstanz) wurde für die ersten zehn Monate des Jahres 2017 bei den Gästeankünften ein Plus von drei Prozent registriert, bei den Übernachtungen waren es plus zwei Prozent.

Wenn heute in Stuttgart die Messe Caravan, Motor und Touristik (CMT) eröffnet wird, dann liegen Rekorde in der Luft. 240 000 Besucher werden erwartet bei der Veranstaltung, die als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit firmiert. 2000 Aussteller aus 100 Ländern sind angekündigt. Zum 50-jährigen Bestehen der CMT ist das Platzangebot um eine zusätzliche Halle erweitert worden. Die Tourismus-Anbieter vom Bodensee präsentieren sich auf dieser Bühne mit geballter Kraft und Wachstumsraten. Denn auch 2017 ging es hier aufwärts in der Branche.

Jürgen Ammann, Geschäftsführer der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT), hält vor dem CMT-Start die Zahlen bereit. Demnach verzeichnete die internationale Bodenseeregion in den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 rund vier Millionen Gästeankünfte. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von drei Prozent. Die Übernachtungen erreichten die Elf-Millionen-Marke. Das bedeutet ein Plus von zwei Prozent. In die Rechnung fließen die Bilanzen der Schweizer Kantone St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen ein. Dazu kommen Liechtenstein, der Vorarlberger, der bayerische und der baden-württembergische Bodenseeraum einschließlich Oberschwaben. Allein auf den Bereich Bodensee-Oberschwaben entfallen rund 7,8 Millionen Übernachtungen und knapp 2,5 Millionen Gästeankünfte.

Mit Blick auf die Messe CMT in Stuttgart sieht IBT-Geschäftsführer Ammann die Tourismus-Organisationen vom Bodensee weitgehend vereint. Erstmals präsentieren sich auch Lindau und Vorarlberg am Bodensee-Stand in der Halle 6. "Die Region rückt zusammen", freut sich der IBT-Chef. Es sei ein Plus, wenn die Kleinteiligkeit in den Hintergrund trete. Ammann lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich den neuen Zusammenschluss der Tourismus-Marketing-Gesellschaften am westlichen Bodensee von Konstanz über die Höri bis zur Kreisgrenze. Der neue Verein Regio Konstanz-Bodensee-Hegau bündelt die Tourismusangebote von Konstanz, Untersee und Hegau. Dazu kommen Stockach und Bodman-Ludwigshafen. Mit dieser Struktur könne man gut leben, heißt es von der Internationalen Bodensee-Tourismus GmbH, die als Dienstleister für die Verbundmitglieder aus den Bodensee-Anrainerländern auftritt.

Wenn es um die viel beschworene Gemeinsamkeit in der Tourismus-Branche am Bodensee geht, tut sich für die Verantwortlichen allerdings noch ein wichtiges Arbeitsfeld auf, wie auch der IBT-Geschäftsführer einräumt. Fünf verschiedene Gästekarten sind in der Bodenseeregion diesseits und jenseits der Landesgrenzen platziert. Im Landkreis Konstanz zum Beispiel wirbt die VHB-Gästekarte mit freier Fahrt im Öffentlichen Personennahverkehr und Preisvergünstigungen bei einigen touristischen Attraktionen. Ähnliche Tickets gibt es in Vorarlberg, der Ostschweiz und Liechtenstein. Eine neue Gästekarte für den Raum Bodensee-Oberschwaben befindet sich noch in der problembehafteten Testphase. Neben den Gästekarten ist außerdem die Bodensee-Erlebniskarte der IBT im Angebot, ein Bezahlticket, das freien oder vergünstigten Eintritt für 160 Attraktionen rund um den See garantiert.

Dazu kommt noch ein Bodensee-Ticket für Bahn, Bus und Fähre im grenzüberschreitenden Verkehr. Verliert der Feriengast da nicht allzu leicht den Überblick, wenn er beispielsweise in Konstanz ein Hotelzimmer gebucht hat, aber von der Konzilstadt aus die Region von St. Gallen über Bregenz und Lindau bis Meersburg und Überlingen erkunden will?

Die Tickets böten zwar einen Mehrwert für den Gast, sagt Jürgen Ammann. Zugleich erkennt er aber eine verwirrende Vielfalt der Angebote: "Wir brauchen bei den Gästekarten ein höheres Maß an Gemeinsamkeit." Die IBT werde die Anbieter in diesem Jahr einladen, um auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

Unternehmen und Auftrag

Die IBT (Internationale Bodensee Tourismus GmbH) ist nach eigener Definition "die internationale Organisation der gesamten am Bodenseetourismus teilhabenden Tourismusorganisationen". Sie hat die Aufgabe, Marketingstrategien umzusetzen und Markeninhalte weiterzuentwickeln. Zu den IBT-Gesellschaftern zählen neben Marketingorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Landkreise Konstanz, Lindau und Bodenseekreis. Das Jahresbudget beträgt 500 000 Euro. Das Geld fließt nicht nur in Marketingaktivitäten. Auch Personal und Räumlichkeiten werden davon bezahlt.

 

 

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