Nach einem Betrug in der Region Kreuzlingen hat die Kantonspolizei Thurgau einen mutmaßlichen Täter verhaftet. Laut Kantonspolizei sei eine Frau von einem unbekannten, hochdeutsch sprechenden Mann angerufen worden. Dieser gab sich als Polizist aus und behauptete, dass man Mitglieder einer Verbrecherbande verhaftet und Notizen über sie gefunden hätte.

Schließlich überredete er sie, Geld und Wertsachen auch aus einem Bankschließfach an einen vermeintlichen Zivilpolizisten zu übergeben. Sie händigte auf einem Parkplatz Geld und Schmuck im Wert von umgerechnet 133 000 Euro aus. Als die Frau Verdacht schöpfte, konnte die alarmierte Polizei den 31-jährigen mutmaßlichen Abholer verhaften. Er ist laut Polizei geständig.

Auch im Thurgau greift die Masche um sich

Der Thurgauer Polizei zufolge soll es in der Region in den vergangenen Tagen mehrere solche Betrugsversuche gegeben haben. Die deutsche Polizei war noch vor Kurzem davon ausgegangen, dass die Schweiz von der Betrugsmasche eher verschont bliebe. Als Grund nannten Polizeivizepräsident Gerold Sigg und Kriminaldirektor Thomas Föhr bei einem Pressegespräch, dass die meist aus dem osteuropäischen Ausland anrufenden Betrüger zwar sehr gut Hochdeutsch sprächen, die Schweizer aber von ihren Polizisten eher Dialekt gewohnt wären.