„Möchten Sie ein Arbeitsplätzchen?“ Mit diesen Worten ging eine Ausstellerin auf die Besucher zu und reichte einen Keks. Ein charmant-gewitztes Entree für inhaltsgeladene Gespräche. Mit „Meine Zukunft!“ präsentierten sich rund 30 renommierte Unternehmen der Region überaus pfiffig und kreativ.

Mitarbeiter dringend gesucht

Deren Mitarbeiter sprachen die Besucher an, nahmen Hemmungen, motivierten dazu, neue Chancen wahrzunehmen und bewiesen eines: Dröge Jobmessen gehören der Vergangenheit an.

Ob Berufseinsteiger, Studierende oder Fachkräfte: Sie alle werden dringend gesucht. Offene Stellen gibt es zuhauf. Allein die Bundespolizei will in diesem Jahr 4000 Stellen besetzen.

Viele offene Stellen beim Landratsamt

„Der demografische Wandel hat besonders in der Verwaltung Einzug gehalten“, benennt Jessica Entreß, Personalsachbearbeiterin des Landratsamtes Konstanz, das Kernproblem.

„Es ist ein sehr gutes, interessiertes Publikum unterschiedlichster Altersklassen; teils Ausbildungs-, teils Arbeitsplatzsuchende. Jessica Entreß, Personalsachbearbeiterin, Landratsamt Konstanz.
„Es ist ein sehr gutes, interessiertes Publikum unterschiedlichster Altersklassen; teils Ausbildungs-, teils Arbeitsplatzsuchende. Jessica Entreß, Personalsachbearbeiterin, Landratsamt Konstanz. | Bild: Scherrer, Aurelia

 

„Wir haben viele offene Stellen“, und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen, von Sekretär, Sachbearbeiter, Sozialarbeiter bis hin zu technischen Berufen, dazu noch jährlich rund 25 Ausbildungsplätze in sieben Berufen. Anreize mittels Geld könne eine Verwaltung nicht bieten, dafür wirbt das Landratsamt mit Goodies wie Mitarbeiter-Massage, Gesundheitstraining und Kinderbetreuung.

Ein Gewinn für die Besucher

Mit der Messe „Meine Zukunft“ ist Jessica Entreß zufrieden: „Ein gutes, interessiertes Publikum. Etwa die Hälfte sind Arbeitssuchende, die andere Hälfte sind Schul- und Hochschulabsolventen.“

Auch für die Besucher war „Meine Zukunft!“ ein Gewinn. Der 16-jährige David Paul war nach seinem Rundgang glücklich. „Ich wollte wissen, was meine Möglichkeiten sind. Ich kam planlos her“, erzählt der Hauptschüler, der im Sommer seinen Abschluss macht und bislang noch keine Ahnung hatte, für welchen Beruf er geeignet sein könnte. Und jetzt: „Ich habe ein halbes Jobangebot, wenn ich in der Schule Gas gebe“, berichtet er stolz.

Berufsziel motiviert Schüler

„Es war ein gutes Gespräch. Der Bundespolizist hat mir gezielt erzählt, was sie machen, und mein Interesse geweckt. Das war echt cool. Er war sympathisch und hat mir seine Karte gegeben, damit ich mich bei ihm melden kann.“ David Paul hat jetzt ein konkretes Ziel vor Augen, was ihn ungeheuer motiviert.

„Für mich war es ein erfolgreicher Tag. Ich weiß jetzt, welcher Beruf mich interessiert, und werde jetzt in der Schule Gas geben.“ David Paul (16), Schüler in Konstanz.
„Für mich war es ein erfolgreicher Tag. Ich weiß jetzt, welcher Beruf mich interessiert, und werde jetzt in der Schule Gas geben.“ David Paul (16), Schüler in Konstanz. | Bild: Scherrer, Aurelia

Nach dem Hauptschulabschluss will er die Werkrealschule besuchen, um danach bei der Bundespolizei anzufangen. Dank des persönlichen Gesprächs hat er jetzt keine Hemmungen, sich bei seinem Gesprächspartner bei allfälligen Fragen zu melden. „Für mich war es ein erfolgreicher Tag“, stellt er fest – und der Beginn einer kleinen Erfolgsgeschichte.

Messe begeistert auch Eltern

Auch für Eltern ist es nicht leicht, ihren Kindern bei der Berufswahl behilflich zu sein. Im jugendlichen Alter wissen die meisten nicht, was sie machen möchten, meint beispielsweise Axel Zunker, Vater eines Schulabsolventen. „Außerdem liegt die Messlatte hoch“, fügt er bezüglich der Schulnoten an.

„Toll, dass es sowas gibt. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und motivierend. Der Dialog findet auf Augenhöhe statt.“ Axel Zunker, Konstanz, Vater eines Schulabsolventen.
„Toll, dass es sowas gibt. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und motivierend. Der Dialog findet auf Augenhöhe statt.“ Axel Zunker, Konstanz, Vater eines Schulabsolventen. | Bild: Scherrer, Aurelia

Von „Meine Zukunft!“ ist er begeistert: „Es ist toll, dass es sowas gibt.“ Einige Unternehmen hatten ihre Auszubildenden als Berater dabei. „Das ist genial, denn Lehrlinge schwätzen ganz anders mit den Jungen. Das ist Dialog auf Augenhöhe, zumal sie auch die negativen Seiten der Berufe nicht verschweigen“, findet Zunker.

„Der Messe-Besuch war motivierend“

„Ich muss mich neu organisieren“, berichtet Lorena Sälzer (30) aus Konstanz. Neun Jahre hat sie auf Lehramt Gymnasium studiert, aber das zweite Staatsexamen nicht geschafft. „Mit einem Staatsexamen kann man in Baden-Württemberg nichts erreichen“, stellt sie fest. Die Jobmesse hat ihr geholfen, denn ihr wurden neue Möglichkeiten aufgezeigt.

„Der Messe-Besuch war richtig motivierend. Nach vielen negativen Erfahrungen, bin ich jetzt sicher, dass ich meinen Weg finde.“. Lorena Sälzer, Konstanz.
„Der Messe-Besuch war richtig motivierend. Nach vielen negativen Erfahrungen, bin ich jetzt sicher, dass ich meinen Weg finde.“. Lorena Sälzer, Konstanz. | Bild: Scherrer, Aurelia

„Beim SÜDKURIER Medienhaus war es mega interessant. Mediengestalterin wäre etwas oder Wirtschaftsredakteurin, denn da könnte ich von meinem Wirtschaftsstudium profitieren“, sagt sie.

„Auch bei der Stadtverwaltung gibt es interessante Angebote. In vier Monaten könnte ich den Fachwirt in der Verwaltung machen“, erzählt sie und wertet: „Der Messe-Besuch war motivierend. Nach vielen negativen Erfahrungen bin ich jetzt sicher, dass ich meinen Weg finde.“

Bereits die vierte „Meine Zukunft!“-Messe

„Ich bin positiv überrascht und euphorisch“, stellt Maria Kainz, Leitung Jobs und Karriere beim SÜDKURIER Medienhaus, fest. Es war die vierte „Meine Zukunft!“-Messe, die von dem Messeveranstalter Mattfeld und Sänger in Kooperation mit der SÜDKURIER-Karriereplattform jobs-im-südwesten.de veranstaltet wurde, aber so kommunikativ habe sie die Messe noch nie erlebt.

„Mit jobs-im-südwesten.de sind wir als Online-Stellenportal die regionale Nummer eins.“. Maria Kainz, Leitung Jobs und Karriere beim SÜDKURIER Medienhaus.
„Mit jobs-im-südwesten.de sind wir als Online-Stellenportal die regionale Nummer eins.“. Maria Kainz, Leitung Jobs und Karriere beim SÜDKURIER Medienhaus. | Bild: Scherrer, Aurelia

Nicht nur die „guten Gespräche mit künftigen, motivierten Mitarbeitern“ hebt sie hervor, sondern auch den „schönen Austausch zwischen den Besuchern“. Mit jobs-im-südwesten.de bietet das Medienhaus zudem beste Möglichkeiten für Jobs und Karriere.

Regionales Stellenportal Nummer eins

„Wir sind die regionale Nummer eins als Online-Stellenportal“, so Kainz, die anfügt: „Unsere Leidenschaft ist, die Wirtschaftskraft der Unternehmen unserer Region zu erhalten. Das geht nur mit zufriedenen Recruitern und glücklichen Mitarbeitern.“

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Dieses Zusammenführen ist das Ziel von jobs-im-südwesten.de. Und das Team um Maria Kainz freut sich, wenn es einen Beitrag zu Erfolgsgeschichten leisten kann.