Konstanz BSB gegen SBS: Streit unter Schiffsbetrieben geht weiter

Seit Saisonbeginn bedient die Schweizerische Bodensee Schifffahrt lukrative Ziele am Überlinger See. Das ärgert die deutschen Bodenseeschiffsbetriebe.

Seit Beginn der Schiffssaison schwelt ein Streit zwischen den Konstanzer Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB) und der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt (SBS) mit Sitz in Romanshorn. Es geht um nicht eingehaltene Absprachen, um Kunden und um Geld. Zum Start der Saison hatten sich die SBS entschlossen, eine eigene Schifffahrtslinie zu installieren, die neben Konstanz auch die lukrativen Ziele Mainau, Meersburg und Unteruhldingen bedient. Der Betrieb ist nicht Bestandteil des Fahrplanangebots der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für Bodensee und Rhein (VSU) und wird von diesem Verbund als überflüssig erachtet. Der Verbund (dem die SBS übrigens selbst angehören), legt das Fahrplanangebot fest. Die lukrativen Ziele am Überlinger See wie Mainau und Meersburg werden demnach im Linienverkehr von den BSB bedient.

Die BSB haben auf die Schweizer Konkurrenz mit finanziellen Forderungen reagiert, die in den VSU-Statuten vorgesehen sind. Sie verlangen an ihren Anlegestellen von der SBS 480 Euro Gebühren pro Anlegestelle und Jahr, dazu kommen Kosten, wenn BSB-Personal an der Gangway mit anpacken muss. Zudem werden die Kurse der Schweizer nicht auf den Fahrplantafeln der BSB (und damit des Verbunds) angezeigt.

Die Daumenschrauben konnten die Schweizer bisher nicht zum Einlenken bewegen, wie sich inzwischen zeigt. Dem Vernehmen nach stellen sie inzwischen sogar ihre Mitgliedschaft bei den Vereinigten Schifffahrtsunternehmen zur Disposition. Bei den BSB sieht man es so: "Es gibt seit Jahrzehnten einen gemeinsamen Fahrplan, und jetzt scheren die aus." Bei der nächsten Verbandssitzung der VSU im November soll noch einmal verhandelt werden.

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