Wie schnell sich im Kampf gegen Corona alles ändern kann, erlebt Katharina Opitz-Klüß von der Buchhandlung Opitz nun seit einem Jahr am eigenen Leib. Zwischen Lockdown, Click & Collect und Öffnung hat sie viel erlebt. Dass das Land nach einem Verwaltungsgerichtsurteil die Regeln nun erneut verändert, findet sie „erschreckend“.

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Denn während beispielsweise Blumenläden weiterhin mit dem Status des täglichen Bedarfs geöffnet bleiben dürfen, müssen Buchhändlerinnen wie Opitz-Klüß wieder auf Click & Collect umstellen. Man habe sich darauf verlassen, dass die bisherigen Maßgaben ihre Gültigkeit behalten würden, sagt sie.

Wunsch nach besserer Kommunikation

Schon vor Weihnachten war der Betrieb des Geschäfts eingeschränkt, was der Buchhandlung einen Teil ihres Weihnachtsgeschäfts kostete. Dieser Gewinn fehle nun, sagt Opitz-Klüß; er trage Buchgeschäfte normalerweise durch die schwierigen ersten Monate des Jahres.

Florian Opitz in seiner Buchhandlung hinter dem Tresen- auch hier ist es nach der neuen Verordnung ruhig geworden.
Florian Opitz in seiner Buchhandlung hinter dem Tresen- auch hier ist es nach der neuen Verordnung ruhig geworden. | Bild: Lucas Bauer

Doch wie sollte die Politik auf die sich ständig verändernde Lage reagieren? Opitz-Klüß wünscht sich eine lokalere Betrachtung des Infektionsgeschehens, außerdem eine bessere Kommunikation seitens der Stadt, wie die Maßnahmen nun genau umzusetzen seien.

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Sich verändernde Bedingungen als Teil der Routine

Das Team des Bücherschiffs habe sich inzwischen im Wechsel der Verkaufsmodalitäten gut eingespielt, sagt Geschäftsführer Joachim Söhnen. An der erneuten Teilschließung schmerze ihn besonders, dass die Beratung rund um den Verkauf von Kinderbüchern zur Osterzeit wegfalle. Während der Laden geschlossen ist, wird der Buchladen zur Deko. Dennoch sei im Verlauf des letzten Jahres auch viel Gutes entstanden, die Probleme hätten das Team zusammengeschweißt und Platz für neue Ideen geschaffen.

Christiane Treder, Filialleiterin des Hugendubel im Lago, macht das Hin und Her nicht mehr nervös. Natürlich sei all das nicht schön, aber das Team habe sich daran gewöhnt, die laufend neuen Verordnungen anzunehmen und umzusetzen. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofes sei ihnen schon klar gewesen, dass nun etwas passieren werde.

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