Der Kanu-Club Konstanz ist seit drei Jahren dabei, seine Vereinsräume zu erweitern und zu sanieren. Auf dem Gelände am Winterersteig wurde das bestehende Clubhaus saniert und eine neue Bootshalle gebaut. Die Kosten liegen bei mehr als einer Million Euro, und damit deutlich über den 723.000 Euro, die zunächst veranschlagt worden waren. Die Mitglieder müssten nun eine Bauumlage zahlen, zudem habe der Verein einen Kredit über 370.000 Euro aufgenommen, teilt der Verein mit.

Beim Umgraben von 65 Quadratmetern Erdreich stieß der Verein auf Giftstoffe. Sie müssen als Gefahrgut entsorgt werden. Die Stadt soll für die Kosten in der Höhe von rund 26.000 Euro einspringen. Denn das Gelände gehört der Stadt Konstanz und die nun überraschend aufgelaufenen Entsorgungskosten überstiegen die Belastungsgrenzen des Vereins, heißt es in einem Schreiben an die Stadtverwaltung.

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Diese plädiert dafür, wie im Falle des Montessori-Kindergartens oder des Rudervereins Neptun, auch dem Kanu-Club einen Sonderzuschuss zu gewähren, und die Entsorgungskosten in der Höhe von rund 26.000 Euro zu übernehmen. Es handle sich zudem um verseuchten städtischen Grund. Im Sportausschuss schlossen sich fast alle Mitglieder dieser Einschätzung an – und diskutierten über die Müllhalde, die unter dem gesamten Schänzle-Areal schlummert.

Günter Beyer-Köhler, Stadtrat der Freien Grünen Liste, erinnerte an die Abfälle, die unter dem gesamten Areal Schänzle schlummerten. Das Gebiet am Seerhein sei früher als Müllkippe missbraucht worden. Er erinnerte, dass der ungewisse Untergrund auch Probleme bereitet habe, als die Schänzlehalle gebaut wurde. Man habe keinesfalls in die Tiefe gehen dürfen.

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Der Verein müsse nicht für die Entsorgung der Giftstoffe aufkommen, die auf einem städtischen Gelände lagern, so die Mehrheitsmeinung im Ausschuss. Für die SPD stimmten allerdings Zahide Sarikas und Alfred Reichle gegen den vollen Zuschuss.

Reichle führte aus, die Übernahme der vollständigen Kosten entspreche nicht den Richtlinien der Sportförderung. Er und seine Kollegin plädierten, nicht davon abzuweichen. Andere im Ausschuss stellten die Frage, ob die Sportförderung überhaupt der richtige Topf sei, um diesen Betrag zu begleichen. Bürgermeister Andreas Osner sieht diese Diskussion als „Kosmetik„ an. Das Geld komme in jedem Fall aus dem Säckel der Stadt.

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