Mit der Veränderung des Webersteigs werde bis Ende dieses Monats ein neuer attraktiver Treffpunkt entstehen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Konstanz. Weber- und Winterersteig, wo es anders als am Herosé im Prinzip keine Anwohner gibt, deren Nachtruhe man stören könnte, dienen bisher als Erschließungsstraße und zum Parken.

„Die längs zur Fahrtrichtung parkenden Fahrzeuge versperren den Blick auf den Seerhein und die gegenüberliegende Stadtsilhouette. Große Asphaltflächen und fehlende Möblierung laden kaum zum Flanieren und Verweilen ein“, heißt es in der Mitteilung – auch wenn dort an schönen Tagen trotz allem auch heute schon zahlreiche Menschen unterwegs sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Den Beschluss zur Umgestaltung hatte der Technische und Umweltausschuss des Gemeinderates am 15. April gefasst. Bereits in der Vergangenheit war die Aufwertung dieses Freiraums mehrmals Gegenstand von Anträgen verschiedener Fraktionen und wurde auch im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau der Strandbar durch das Studierendenwerk Seezeit mehrfach diskutiert.

Parkplätze entlang des Ufers fallen weg

Das Gestaltungskonzept des Amts für Stadtplanung und Umwelt sieht nun vor, die vorhandenen 16 Längsparkplätze an der Uferkante entfallen zu lassen. Stattdessen sollten an dieser Stelle mit einfachen Mitteln und geringem finanziellen Aufwand Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden.

Zur Entlastung des Ortes vom Verkehr wird die Durchfahrt für Kfz zwischen der Brauneggerstraße und der Paul-und-Gretel-Dietrich-Straße – anders als heute – nur noch in eine Richtung möglich sein. Für Fahrradfahrer bleibt die beidseitige Durchfahrt allerdings möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Gestaltungselemente sollen der Mitteilung zufolge den zeitweiligen Charakter der Maßnahme unterstreichen. So werden vorhandene Stadtmöbel der Technischen Betriebe Konstanz (TBK) genutzt, um den Ort zu beleben. Sitzbänke und Abfallkörbe schraubt sie auf den bestehenden Belag, so lassen sie sich bei Bedarf später anderenorts wiederverwenden.

Uferabschnitt bekommt „Pop-Up“-Charakter

Mit Pioniergehölzen und Gräsern bepflanzt, sollen auch die Pflanzkübel den „Pop-Up“-Charakter des Uferabschnitts am Seerhein betonen. Ergänzend wird ein temporäres Pflanzbeet, eingefasst aus Stammhölzern und bunter Blühstreifeneinsaat, Farbe auf die Fläche bringen und ein Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten bieten.

Die Benutzung des bestehenden Gehwegs an der Uferkante werde weiterhin uneingeschränkt möglich sein, und auch der Zugang zu den Bootsliegeplätzen soll nicht beeinträchtigt werden, so die Stadtverwaltung weiter.

Das könnte Sie auch interessieren