Sonnenschein und laue Temperaturen. Es war unvermeidbar, dass es am Ufer der Stadt am Wochenende voll wurde. Tags sonnten sich die Menschen, abends wird – von tragbaren Musikboxen begleitet – gefeiert. Aber, so lautet eine erste Einschätzung der Polizei Konstanz, alles im Rahmen der geltenden Regeln.

Zwischen Freitag und Sonntag: Mehr als 350 Kontrollen, kaum Verstöße

„Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass bei schönem Wetter viele Leute auf dem Areal sind“, erklärt Uwe Vincon, Pressesprecher Polizei, zur Situation zwischen Herosé-Park und Bodenseeforum.

Wie in jedem Sommer ist das Herose-Ufer auch abends und nachts sehr belebt.
Wie in jedem Sommer ist das Herose-Ufer auch abends und nachts sehr belebt. | Bild: Scherrer, Aurelia

Auch könne es dadurch zur Unterschreitung der Mindestabstände gekommen sei. Doch bei 170 Kontrollen von Freitag auf Samstag mit Corona-Bezug hätten die Kollegen des Konstanzer Reviers in ihrem Zuständigkeitsbereich „im Gegensatz zu den Tagen zuvor, keine Beanstandungen registriert“.

Das könnte Sie auch interessieren

In den darauf folgenden 24 Stunden wurden laut Vincon 185 Personen kontrolliert und zwölf Verstöße gegen die Verordnung festgestellt. Ob die Bilanz des ebenfalls kontrollierenden kommunalen Ordnungsdiensts (KOD) in eine ähnliche Richtung deutet, war bis Sonntagabend nicht bekannt.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) patrouilliert wie die Polizei Konstanz regelmäßig und ermahnt zur Besonnenheit.
Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) patrouilliert wie die Polizei Konstanz regelmäßig und ermahnt zur Besonnenheit. | Bild: Scherrer, Aurelia

Polizeisprecher: „Keine Ausgangssperre, kein Verbot zum Betreten der Grünflächen“

Polizeisprecher Uwe Vincon gibt zu Bedenken: Nicht an jedem attraktiven Ort in Konstanz könne ein Beamter abgestellt werden: „Wir erhalten zwar Unterstützung, aber dennoch reicht es nicht aus, eine ständige Überwachung vorzunehmen.“ Zudem seien volle Plätze nicht gleichzusetzen mit verbotenem Verhalten. Uwe Vincon: „Letztendlich ist es so, dass es wieder eine Ausgangssperre gibt, noch ein Verbot der Stadt, Grünflächen zu betreten.