„Das sieht nicht gut aus“, sagt Jürgen Schmidt beim Blick auf die Wetterkarte für die nächsten Tage. Der Meteorologe von Wetterkontor schweigt kurz und setzt dann wieder an: „Es kommt Tief Karin.“

Tief Karin bringt das, was die Natur so dringend braucht, was aber für eine Open-Air-Veranstaltung wie das Staader Hafenfest zur Unzeit kommt: Regen. „Das ist wirklich Pech für die Veranstalter. Besucher sollten auf jeden Fall einen Regenschirm mitnehmen“, rät Schmidt.

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„Am Donnerstag wird es mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit regnen, vielleicht auch ein Gewitter aufziehen“, sagt er. Dann könnten bis zu 30 Liter pro Quadratmeter und eventuell sogar Hagel fallen. „Es wird aber nicht nur in Konstanz regnen, sondern auch in den Bereichen der Zuflüsse für den Bodensee. Der Pegel könnte dann vielleicht wieder etwas steigen“, sagt Schmidt.Momentan liegt der Pegel Konstanz bei 3,04 Meter.

Es wird wahrscheinlich nass und für Sommer kühl

Die Aussichten für die kommenden Tage sehen nach aktuellen Wettermodellen auch für Freitag nicht besser aus. Es wird aller Voraussicht nach eher nass und für Sommerverhältnisse kühl. Die Temperaturen pendeln sich zwischen 22 und 25 Grad Celsius ein. Ab Samstag könne sich das Wetter langsam bessern. „Aber sicher ist das nicht. Momentan liegt das Tief über Oberdeutschland“, erklärt Schmidt. Eine genauere Vorhersage sei noch nicht möglich.

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Droht das Hafenfest nun ins Wasser zu fallen?

Nein, keineswegs! Das versichert Organisator Heinz-Josef Diestel vom Staader Fährhaus. Aber er gibt zu: Tief Karin ist ein Gast, den er nicht so gerne sieht. „Aber was soll man machen? Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt er und lacht. „Ich bin ein positiv denkender Mensch.“

„Wir haben einiges an Zeltfläche. Außerdem gibt es noch die Bäume. Die Platanen geben auch Schutz vor dem Regen.“Heinz-Josef ...
„Wir haben einiges an Zeltfläche. Außerdem gibt es noch die Bäume. Die Platanen geben auch Schutz vor dem Regen.“Heinz-Josef Diestel, Mit-Veranstalter des Staader Hafenfest | Bild: Aurelia Scherrer

Natürlich habe auch er die Wettervorhersage genauestens beobachtet und einen Plan gefasst. Es braucht mehr Zelte. „Alle Helfer haben im Keller geschaut, ob sie noch welche haben“, sagt Diestel halb ernst, halb lachend.

Die zusätzlichen Zelte werden neben dem zehn mal 20 Meter großen Festzelt aufgestellt. „Wir haben einiges an Zeltfläche. Außerdem gibt es noch die Bäume. Die Platanen geben ebenfalls Schutz vor dem Regen“, sagt der Organisator. Die Hauptsache sei, dass genug Besucher kommen. „Sonst wird es finanziell eng“, sagt er.

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Diestel bleibt aber optimistisch. Er ist nicht restlos davon überzeugt, dass das Wetter wirklich so schlecht wird. „Das Wetter in Konstanz ist sehr ambivalent. Es gibt immer viele Ansagen, und dann kommt nichts. Von dem her muss man mal abwarten.“

Meteorologe Jürgen Schmidt kann dieser Weisheit nicht ganz widersprechen. „Vielleicht bleibt Konstanz zumindest am Sonntag verschont“, sagt er und macht noch mehr Mut. „Sonntag ist der Tag der Hoffnung“, sagt Schmidt. Da könnte es trocken bleiben und die Sonne scheinen.