Konstanz – „Was wir nach dem Lockdown positiv spüren: Die Konstanzer und die Leute aus der Region legen großen Wert darauf, lokal und nicht über das Internet einzukaufen“, stellt Hermann Neun vom Konstanzer Polstermöbel-Fachgeschäft Sit Down an der Line-Eid-Straße im Konstanzer Gewerbegebiet Stromeyersdorf fest. Das Team des Familienbetriebs ist dankbar für die Solidarität. „Wir sind froh, dass die Resonanz seitens der Einheimischen so groß ist“, sagt Neun.

„Wir haben noch Glück gehabt“, erklärt Hermann Neun. Während des Lockdowns konnten immerhin die Bestellungen aus dem Januar und Februar noch ausgeliefert werden. „Danach war es sehr ruhig“, sagt er. „Am 24. April konnten wir erst mit 800 Quadratmetern starten.“ Seit dem 4. Mai stehe wieder die gesamte, rund 3000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche zur Verfügung. Das ist für das Familienunternehmen wichtig, denn: „Vor dem Lockdown hatten wir gerade die neuesten Kollektionen von der Möbelmesse in Köln mitgebracht und uns gefreut, diese zu zeigen, was leider durch Covid-19 verhindert wurde“, sagt Hermann Neun.

Neues und Innovatives haben die Spezialisten in ihr Sortiment aufgenommen. Hermann Neun hebt hervor: „Wir haben zwei Weltneuheiten.“ Zuerst zeigt er eine pflegeleichte und strapazierfähige Polstergarnitur. Das Besondere: Der Stoff besteht aus wiederverwerteten PET-Flaschen. Das Plastik werde geschmolzen und zu Fäden verarbeitet, erläutert Neun. Diese Polstergarnitur, die in etwa 50 verschiedenen Farben erhältlich sei, erachtet der Fachmann als ideal für Familien, denn Flecken seien sehr leicht zu entfernen. „Und dann haben wir Deutschlands kleinste Eck-Element-Gruppe, speziell für kleine Wohnungen und Single-Haushalte“, erzählt Hermann Neun und fügt an: „Made in Germany. Die Polstergarnitur misst gerade einmal 1,15 auf zwei Meter und ist in etwa 200 Farben erhältlich.“

Was Hermann Neun nach dem Lockdown feststellt: „Man merkt, dass die Menschen viel Zeit daheim verbracht und dabei festgestellt haben, dass manches Mobiliar einer Erneuerung bedarf.“ Lag in den vergangenen Jahren die Verschönerung des Outdoor-Bereichs im Fokus, so sei jetzt die Wichtigkeit des Alltagsbereichs gestiegen. Schlafsofas seien beispielsweise stark nachgefragt. „Wir leben in einer Urlaubsregion. Freunde und Bekannte kommen zu Besuch und da braucht man eine zusätzliche Schlafmöglichkeit“, erklärt sich Hermann Neun die Nachfrage. Die unterschiedlichsten Varianten hat Sit Down zu bieten; vom sehr hochwertigen Schlafsofa, das aufgrund der losen Matratze „einem vollwertigen Bett entspricht“, bis hin zu modernen, platzsparenden, eher jugendlichen Sofas.

Der Möbel-Trend, der bereits im Herbst vergangenen Jahres begonnen habe, setze sich fort, wobei Hermann Neun die Begriffe „leicht und filigran“ nennt. Polstermöbel, die – angelehnt an den Stil der 1960er Jahre – ebenfalls aufgrund der Füße Bodenfreiheit vorweisen, seien absolut in Mode. „Die Vielzahl an Funktionen, beispielsweise Fußrelax-Funktion, Nacken-, Rücken- und Armteilverstellungen, wurden nochmals erweitert“, so Neun über die innovative Technik. Die Filigranität der Möbel wird auch bei dem Esszimmertischen überaus deutlich. Lagen vor Jahren massive Holztische im Trend, so werden Naturholz-Tischplatten nun auf feinen Edelstahl-Untergestellen montiert. „White Wosh Eiche ist jetzt das dominierende Holz und hat im Moment die Holzkernbuche etwas zurückgedrängt“, sagt Hermann Neun. Der Trend setzt sich auch im Schlafzimmer fort. Auch die Boxspringbetten werden jetzt auf Füße gestellt und wirkten nicht mehr so wuchtig, sondern sähen nun wesentlich edler aus.

Die Familie Neun will den Sit Down-Kunden eine Menge bieten. „Wir sind unseren treuen Kunden dankbar, welche die Beratung von Spezialisten zu schätzen wissen“, sagt Hermann Neun.

Sicherheitstechnik aus einer Hand

Sicherheitstechnik ist ein Hauptbereich der Konstanzer Firma Ernst Straub. „Die Kunden bekommen alles aus einer Hand. Das ist unser Pluspunkt“, sagt Prokurist Thomas Engelmann. <em>Bild: Aurelia Scherrer</em>
Sicherheitstechnik ist ein Hauptbereich der Konstanzer Firma Ernst Straub. „Die Kunden bekommen alles aus einer Hand. Das ist unser Pluspunkt“, sagt Prokurist Thomas Engelmann. Bild: Aurelia Scherrer

Konstanz – Seit 190 Jahren besteht das Konstanzer Familienunternehmen Ernst Straub GmbH. Viele Krisen hat die Firma überstanden. „Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es etliche Niederlassungen“, berichtet Prokurist Thomas Engelmann, und er zählt unter anderem Zürich, Mailand, Berlin und London auf. „In den Kriegswirren ist einiges zu Bruch gegangen. Der Hauptsitz in Konstanz ist geblieben, dito Zürich“, so Engelmann. Doch auch der etablierten Firma setzen der vergangene Lockdown und die aktuelle Krise zu, zumal Engelmann davon ausgeht, dass das eigentliche Auftragsloch erst noch bevorstehe. An einen zweiten Lockdown mag er gar nicht denken, denn: „Dann können wir alle unsere Geschäfte abschließen. Das schaffen auch gesunde Unternehmen nicht.“ Froh ist er, dass die beiden Ladengeschäfte wieder geöffnet sind.

Zwei Hauptstandbeine tragen das alteingesessene Familienunternehmen. Zuvorderst ist der Großhandel zu nennen. „Wir sind Komplettsortimenter“, sagt Thomas Engelmann, und damit ein starker Partner für das Handwerk. Der zweite Bereich, der gerade für Endverbraucher interessant ist, ist der Bereich Sicherheitstechnik, wobei die Fachleute der Firma Straub den Kunden von Beratung und Planung über Einbau bis hin zu Wartung und Service zur Seite stehen. „Sie bekommen alles aus einer Hand. Das ist unser Pluspunkt“, stellt Thomas Engelmann fest und fügt an: „Nach der Montage sind wir nicht weg, sondern stehen nach wie vor zur Verfügung.“ Von mechanischen Schlüsseln bis zur elektrischen Schließanlage, von Videoüberwachung, Alarmanlagen bis hin zu automatischen Schiebe- und Drehtüren reicht das mannigfaltige Portfolio der Firma Straub mit seinen 55 Mitarbeitern. Wichtig ist den Fachleuten, für jeden das individuelle, bedarfsgerechte System zu finden.

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