Ein ganz normaler Fahrradkauf im Geschäft ist wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr bisher nicht möglich, denn wer eine Beratung wünscht oder sich ein neues Rad zulegen möchte, der braucht zuerst einmal einen Termin.

Dennoch gelten auch für Fahrradläden immer mehr Lockerungen, die Händlern den Verkauf erleichtern und Kunden die Fahrradsaison verschönern. Die drei Konstanzer Fahrradläden Rocco, Jester-Sports und Kultur-Rädle erklären beispielhaft, wie sie trotz Kontaktbeschränkungen das Rad an den Mann bringen.

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Seit Mitte Mai dürfen Einzelhändler in Konstanz ihre Kunden auch ohne ein negatives Testergebnis in den Laden lassen. Einen Termin brauchen Kunden nach dem Click & Meet-Konzept allerdings noch immer. Beim Fahrradladen Rocco in Petershausen muss man mit ungefähr einem Tag Wartezeit rechnen, bis man einen Termin zur Beratung oder zum Kauf bekommt – das gleiche gilt für das Kultur-Rädle am Bahnhof.

Terminvereinbarung am Telefon oder per Mail

Jester-Sports im Paradies kann Kunden meist innerhalb einer Woche einen Beratungstermin vor Ort anbieten, oft klappt es aber auch schon nach einigen Tagen. Die Termine kann man bei allen drei Händlern sowohl telefonisch als auch per E-Mail vereinbaren.

Felix Braun von Jester-Sports
Felix Braun von Jester-Sports | Bild: Oliver Hanser

Bei Reparaturen müssen Kunden schon mit etwas längeren Wartezeiten rechnen, denn auch der Zulauf auf die Fahrradwerkstätten wächst. Dabei unterscheiden die Händler jedoch zwischen Generalüberholungen und Notfällen, wie sie betonen. Ein gerissener Bremszug, eine kaputte Schaltung oder kaputte Schläuche fallen beispielsweise unter die Kategorie Notfall und werden, wenn man etwas Glück hat, noch am selben Tag repariert.

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Möchte man sein Fahrrad bei Rocco, Jester-Sports oder im Kultur-Rädle aber lediglich inspizieren lassen oder es für eine nicht dringende Reparatur vorbeibringen, muss man mit Vorlaufzeiten von einigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen rechnen. Wegen der großen Nachfrage sei das aber trotz der Vielzahl an Radwerkstätten in Konstanz auch schon vor der Corona-Pandemie so gewesen, wie der Inhaber des Fahrradladens Rocco, Luciano Rosselli, sagt.

Fahrradverleih ist nun wieder möglich

Der Verleih von Fahrrädern fällt unter den Bereich Tourismus, in dem seit kurzem Lockerungen gelten. Somit dürfen auch die Konstanzer Händler wieder Fahrräder verleihen. Dafür können sie genau wie bei Terminbuchungen telefonisch oder per E-Mail kontaktiert werden.

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Luciano Rossetti darf wie alle anderen Händler nur eine begrenzte Anzahl an Kunden in seinen Laden lassen. Deswegen hat er sich dazu entschieden, diese Saison auf den Verleih zu verzichten und sich auf Verkauf und Werkstatt zu konzentrieren.

Ralf Seuffert vom Kultur-Rädle hat seinen Verleih hingegen nach draußen verlagert. Mit den Behörden hat er vereinbart, dass Kunden an die Tür kommen dürfen, an der ein Tresen aufgestellt wurde. Dort können die Interessenten das Rad dann ausprobieren.

Ralf Seuffert vom Kultur-Rädle hat den Verleih nach draußen verlagert, um Kunden unkompliziert bedienen zu können.
Ralf Seuffert vom Kultur-Rädle hat den Verleih nach draußen verlagert, um Kunden unkompliziert bedienen zu können. | Bild: Oliver Hanser

Die vertragliche Abwicklung wird ebenfalls an der Tür erledigt. So vermeidet der Händler, dass die Kunden den Laden betreten müssen, ermöglicht aber gleichzeitig vor allem Touristen, den See mit dem Rad zu erkunden. „Das gehört ja zum Erscheinungsbild einer touristischen Landschaft, dass wir die Kunden schnell bedienen können“, sagt der Konstanzer.

Jester-Sports an der Fahrradbrücke hat bisher weitgehend auf den Verleih von Rädern verzichtet. „Mittlerweile stehen wir aber in den Startlöchern mit einer Trekkingradflotte“, sagt der Inhaber Felix Braun. Ungefähr 15 Fahrräder möchte der Händler verleihen, sobald auch die Bootsverleih-Saison wieder beginnt.

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