Das Thema brennt den Konstanzern offenkundig unter den Nägeln. Der Artikel „Achtung, Gefahr: An diesen Stellen drohen Unfälle mit Fahrradfahrern“ vom 7. September stieß auf große Resonanz. Zahlreiche Leser berichteten dem SÜDKURIER von weiteren Gefahren-Schwerpunkten in Konstanz.

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Die Hinweise wurden ohne Namensnennung an den Radbeauftragten der Stadt Konstanz, Gregor Gaffga, sowie an die eigentlichen Ideengeber der Aktion – die Gemeinderätinnen Anne Mühlhäußer und Gabriele Weiner – weitergeleitet.

Mit dem SÜDKURIER beleuchteten zwischenzeitlich Anne Mühlhäuser und Gabriele Weiner noch einmal ein paar Gefahrenstellen, auf welche die SÜDKURIER-Leser hingewiesen haben, und inszenierten mögliche Unfallsituationen. Unterstützt wurden sie von Fachleuten aus dem Bereich Radverkehr, darunter Werner Frank und Ralf Seuffert vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und Markus Tittelbach vom Verkehrsclub Deutschland (VCD).

Diese Gefahrenstellen haben Leser gemeldet

Auch wenn es in der Innenstadt noch unzählige Gefahrenstellen und unlogische Radverkehrsführungen gibt, lenkten sie diesmal den Fokus vor allem auf die Stadtteile Petershausen und Industriegebiet/Wollmatingen. Als besonderen Brennpunkt machten sie den stark frequentierten Zähringerplatz aus, der ihrer Ansicht nach dringend komplett neu geplant werden müsste.

Zähringerplatz: Diese nachgestellte Situation ist Alltag am Zähringerplatz. Viele Fahrradfahrer biegen – in hohem Tempo von der Friedrichstraße (rechts) kommend – entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf den Radweg ein, anstatt den Ampelübergang (links) zu nutzen oder vom Rad abzusteigen und den kurzen Weg zur Kreuzung zu schieben. So wird es auf dem Radweg extrem eng.

Bild: Scherrer, Aurelia

Nochmal Zähringerplatz: Fußgänger und Radfahrer haben am Ampelübergang am Zähringerplatz viel zu wenig Platz zum warten. Sie stehen deshalb zum Großteil bereits auf der Radspur. Für die Radfahrer, die von der Allmannsdorfer Straße und von der anderen Seite des Zähringerplatzes kommen, ist kein Durchkommen mehr. Sie müssen warten oder – was viele tun, obgleich es nicht erlaubt ist – auf den Gehweg wechseln.

Bild: Scherrer, Aurelia

Am Herosépark: Extrem gefährlich ist diese Stelle beim Herosépark an der Kreuzung Spanierstraße. Radler treffen aus allen Richtungen kommend (von der Radbrücke größtenteils mit höherem Tempo) aufeinander und wissen nicht so richtig, wer Vorfahrt hat. Hinzu kommen sonst auch noch Fußgänger, die in dem Bereich höllisch aufpassen müssen.

Bild: Scherrer, Aurelia

Bahnübergang Fahrradstraße: Verärgert sind die Radaktivisten wegen dieser Situation am Bahnübergang in der Fahrradstraße (Jahnstraße). Die Fläche vor der Schranke bis zur Einmündung von Moltke- und Gustav-Schwab-Straße soll eigentlich als Aufstellfläche für Radfahrer dienen. Mangels deutlicher Hinweise stellen sich aber auch Autofahrer mitten vor die Schranke – und die Radfahrer atmen die Abgase aus nächster Nähe ein.

Bild: Scherrer, Aurelia

An der Bahnstation Wollmatingen: Viel zu eng! Der gegenläufige Radweg am Wollmatinger Bahnhof, neben dem Restaurant-Waggon, ist viel zu schmal und wird durch die Kurvensituation zudem verschärft. Radfahrer kommen gerade aneinander vorbei – wenn sie vorsichtig fahren und genau die Spur halten. Mit einem Fahrradanhänger ist die Kurve bei Gegenverkehr kaum störungsfrei zu bewältigen. Eigentlich ein Wunder, dass es hier nicht ständig Verletzte gibt.

Bild: Scherrer, Aurelia

Bahnübergang Riedstraße: Nur wenige Meter nach dem Haltepunkt Wollmatingen gehen die Probleme weiter. Denn auch am Bahnübergang in der Riedstraße zwischen Industriegebiet und Wollmatingen herrscht oft Chaos. Wartende Radfahrer und Fußgänger, die aufgrund des Aufstellplatzmangels schon auf dem Radweg stehen, behindern den Verkehr. Beim Überqueren der Fahrbahn gibt es oft haarige Situationen auf der anderen Straßenseite, weil dort von rechts Radfahrer auf dem Radweg aus Richtung Wollmatingen kommen – oft mit einigem Tempo.

Bild: Scherrer, Aurelia
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