Oberbürgermeister Uli Burchardt wird sich auch während der Fasnacht 2022 zurückhalten und auf öffentliche Auftritte bei Veranstaltungen in Innenräumen verzichten. „Solange wir erhebliche Impflücken in der Bevölkerung haben und solange nicht alle ihre Booster-Impfung bekommen haben, müssen wir sehr vorsichtig sein“, schreibt er in einem Brief an die Fasnachter und Einwohner der Stadt.

Die Kontaktvermeidung werde in den nächsten Wochen und vermutlich auch Monaten zu den wichtigsten Grundregeln gehören. „Wir sollten nicht alles tun, was erlaubt ist – sondern wir sollten alles, was zu unnötigen Risiken führt, auch in diesem Winter ein weiteres Mal unterlassen.“ Auch wenn das schweren Herzens geschehe.

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Burchardt will nicht zuletzt mit Blick auf die Vorbildwirkung nicht an Veranstaltungen mit 2G- oder ähnlichen Regeln in abgesperrten Bereichen oder geschlossenen Räumen teilnehmen. Denn er ist davon überzeugt, dass solche Veranstaltungen für diejenigen, die sich trotz Impfschutz und Vorsichtsmaßnahmen infizieren, gefährlich werden können.

„Ich kann mir denken, dass die eine oder der andere enttäuscht ist und sich wünscht, endlich wieder normal Fasnacht feiern zu können“, schreibt der Oberbürgermeister. Er sei sicher, dass es trotzdem viele Möglichkeiten geben werde, närrische Traditionen zu feiern. Sei es im kleinen Rahmen, digital oder „irgendwie ganz anders“.

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Er wünsche sich, dass die Narren wie schon in der vergangenen Saison Vorbilder im Hinblick auf die Corona-Regeln sind. Momentan könne noch niemand wissen, welche Corona-Verordnung ab 6. Januar und während der eigentlichen Fasnacht gelten wird. Der Verwaltungschef bat deshalb um Geduld – auch wenn es schön wäre, Planungssicherheit zu haben.

Die Narrengesellschaften Kamelia-Paradies und Niederburg haben die Narrenspiele 2022 bereits abgesagt. Allerdings wollen sie gemeinsam mit dem SWR erneut eine Fernsehsendung realisieren. Basis ist dabei das erfolgreiche Hygienekonzept aus diesem Jahr. Auf Publikum soll verzichtet werden.