Wie die Konstanzer Polizei auf Nachfrage bestätigte, ist am Montagmittag eine Person am Bahnhof Petershausen ums Leben gekommen. Um 13.45 Uhr sei die Meldung eingegangen, dass eine Person durch einen Zug verletzt worden sei. Daraufhin machten sich Notarzt, mehrere Rettungswagen, Polizei und Bundespolizei auf den Weg zum Ort des Geschehens, welches Passanten auf dem Bahnsteig wahrgenommen hatten. Unter den Passanten sollen sich laut Polizeisprecher Uwe Vincon auch viele Kinder befunden haben.

Der Zug wurde geräumt. Die Strecke zwischen Konstanz und Radolfzell wurde vorübergehend gesperrt. Wie die Deutsche Bahn über ihren Twitter-Kanal bekannt gab, wurde die Sperrung gegen 16.20 Uhr wieder aufgehoben. „In Kürze fahren die Züge auf dem Streckenabschnitt wieder ohne Einschränkungen“, so die Bahn. Der kurzzeitig eingerichtete Schienenersatzverkehr ende somit. Der Bereich um den Bahnhof Petershausen war am Nachmittag weiträumig abgesperrt, ebenso die Z-Brücke.

Am Montag stand bis 16.20 Uhr der Zugverkehr zwischen Konstanz und Radolfzell still.
Am Montag stand bis 16.20 Uhr der Zugverkehr zwischen Konstanz und Radolfzell still. | Bild: Timm Lechler

Am frühen Montagnachmittag erschien der Sachverhalt laut Polizeiangaben noch völlig unklar. Mittlerweile sei ein Suizid allerdings so gut wie gesichert, gab Pressesprecher Uwe Vincon auf SÜDKURIER-Nachfrage am späten Nachmittag hin an. Es gebe mehrere Zeugenaussagen, die wenig Zweifel aufkommen ließen.

Sofortige Hilfe bei Suizidgedanken

  • Die Telefonseelsorge ist anonym und kostenlos unter den Nummern (0800) 1110111 und (0800) 1110222 rund um die Uhr erreichbar. Der Anruf ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis. Auch per Chat ist das Angebot erreichbar unter online.telefonseelsorge.de.
  • In der Regel berichtet der SÜDKURIER nicht über Selbsttötungen. Da sich der Vorfall aber unter Beobachtung etlicher Augenzeugen ereignete und der Zugverkehr weitgehend eingeschränkt war, kommt die Redaktion ihrer Informationspflicht nach.