Manch Kleingärtner vom Döbeli wird sich – jetzt, wo er nach zwischenzeitlichem Verbot wieder aus Konstanz auf sein Grundstück darf – die Augen gerieben und gefragt haben: Was geschieht denn da an der benachbarten Sportanlage?

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Eine größere Fläche ist dort umgegrenzt und – noch auffälliger – mehrere hohe Stangen lassen darauf deuten, dass hier bald gebaut werden soll. Denn in der Schweiz müssen Eckpunkte und Höhen einzelner Bauelemente während des Genehmigungsverfahrens visiert, also sichtbar gemacht, werden.

Ein neuer Fußballplatz für 1,8 Millionen Franken

In diesem Fall handelt es sich um den neuen Kreuzlinger Naturrasenplatz, wie Ruedi Wolfender, Leiter für Liegenschaften bei der Gemeinde, auf Anfrage erklärt. „Durch die Nähe zur Autobahn gibt es erhöhte Vorschriften für den Zaunbau“, sagt er über die Kennzeichnung. Die auffälligsten der sogenannten Visiere deuteten die sechs später etwa 16 Meter hohen LED-Leuchtmasten an.

Die auffälligsten der Stängen markieren die späteren LED-Leuchtmasten des neuen Sportplatzes.
Die auffälligsten der Stängen markieren die späteren LED-Leuchtmasten des neuen Sportplatzes. | Bild: Oliver Hanser

1,8 Millionen Schweizer Franken (rund 1,7 Millionen Euro) würden in das Projekt investiert. Nördlich des Platzes für die Fußballer des AS Calcio Kreuzlingen, einem Schweizer Fünftligisten, soll laut Wolfender jedermann auf einer Spielwiese kicken können.

Neuer Platz soll im Frühjahr 2021 eröffnet werden

Laut dem Liegenschafts-Leiter steht das Projekt kurz vor dem Baustart. Man warte noch auf eine Bestätigung des Kantons Thurgau, ab Mitte August soll mit dem Verlegen von Wasser- und Stromleitungen begonnen werden. „Das Ziel ist es, Anfang Oktober den Rasen zu säen, damit der Platz im Frühjahr 2021 den Fußballspielern des AS Calcio im Döbeli für den Betrieb übergeben werden kann“, sagt Wolfender.

Eine Kreuzlinger Sportanlage, die der Stadt Konstanz gehört

Besonders macht das Grundstück seine Lage. Denn die Sportanlage Döbeli, die in früheren Jahren auch beliebter Ort fürs Schlittschuhlaufen war, steht im Eigentum der Stadt Konstanz.

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Diese hat die gesamte Anlage bereits seit 2002 an die Stadt Kreuzlingen verpachtet. Zunächst zu einem Mietzins von 1000 Euro jährlich für 22.500 Quadratmeter, ab 2013 für 1350 Euro jährlich. Mit der Erweiterung durch einen dritten Fußballplatz beträgt die Gesamtfläche nun 34.000 Quadratmeter, für die Kreuzlingen ab 2020 für 25 Jahre knapp 8300 Euro jährlich bezahlt.

Durch den langfristigen Vertrag soll die Schweizer Gemeinde die Kosten für den neuen Platz amortisieren können, erklärt Ruedi Wolfender. Für ihn zeige das Projekt einmal mehr „das gute Einvernehmen zwischen den Nachbarstädten“.

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