Am Morgen: Blick ins Wahllokal

Im Wahlbezirk 120-01 in Dingelsdorf zeichnet sich bereits am Vormittag eine recht hohe Wahlbeteiligung ab. „Rund 50 Prozent der 1585 Wahlberechtigten haben Briefwahl beantragt“, erklärt Svenja Schmid. Die Wahlhelferin fügt hinzu: „Bis 10.30 Uhr kamen rund 60 Personen zur Urnenwahl.“

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Darunter auch Patrick Romer, bekannt aus der RTL-Reality-Soap „Bauer sucht Frau“. Er ging mit der gesamten Familie wählen – verbunden mit einem Spaziergang. Für den Konstanzer ist das Wählen Ehrensache: „Das gehört zu einer Demokratie einfach dazu.“

Familie Romer aus Dingelsdorf-Oberdorf: Mutter Katja (von links), Vater Roland, Patrick (bekannt aus „Bauer sucht Frau“) und sein Bruder Stefan. Roland Romer erklärt: „Bei Landtags- und Bundestagswahlen gehen wir traditionell ins Wahllokal, um unsere Stimmen abzugeben.“
Familie Romer aus Dingelsdorf-Oberdorf: Mutter Katja (von links), Vater Roland, Patrick (bekannt aus „Bauer sucht Frau“) und sein Bruder Stefan. Roland Romer erklärt: „Bei Landtags- und Bundestagswahlen gehen wir traditionell ins Wahllokal, um unsere Stimmen abzugeben.“ | Bild: Schuler, Andreas

Am Mittag: Wahlbriefe im Minutentakt

Beim Konstanzer Bürgerbüro kommen die Mitarbeiter laut Wahlleiterin Manuela Leirer kaum nach mit dem Leeren des Briefkastens hinterher. „Die Leute geben im Minutentakt ihre Briefwahlumschläge ab“, sagt sie.

Insgesamt wurden 27.125 Anträge auf Briefwahl gestellt, wahlberechtigt sind in Konstanz 61.065 Personen. In den Wahllokalen wurden bis zum Mittag 3744 Wähler registriert. Damit lag die Wahlbeteiligung in Konstanz am Vormittag bei deutlich über 40 Prozent.

Vor der Grundschule Allmannsdorf in Konstanz mussten die Menschen – mit ausreichendem Abstand – bis zu 30 Minuten in der Schlange warten. Auch SPD-Kandidatin Petra Rietzler machte hier ihr Kreuz. „Ein tolles Zeichen für die Demokratie, dass so viele Menschen ihre Stimme abgeben“, sagte sie.

Bild: Schuler, Andreas

Wahllokalleiter Ulrich Schwarz und Mitarbeiter Tobias Stein waren pausenlos im Einsatz, die Wähler kamen im Minutentakt. „Es zeichnet sich erfreulicherweise eine hohe Wahlbeteiligung ab“, so Ulrich Schwarz.

Der Andrang im Wahlbezirk Petershausen Ost im Suso-Gymnasium war dagegen bisher überschaubar. „Aber die älteren Herrschaften aus dem Musikerviertel werden noch im Laufe des Nachmittags zur Wahl kommen“, erzählt Wahllokalleiterin Gabi Schwarz. „Darauf ist Verlass.“ Auch CDU-Kandidat Levin Eisenmann, der am Zähringerplatz wohnt, gab hier seine Stimme ab.

CDU-Kandidat Levin Eisenmann gibt am Sonntagmittag seine Stimme im Wahllokal Suso-Gymnasium. Rechts Lokalleiterin Gabi Schwarz und Beisitzer Levy Schumacher.
CDU-Kandidat Levin Eisenmann gibt am Sonntagmittag seine Stimme im Wahllokal Suso-Gymnasium. Rechts Lokalleiterin Gabi Schwarz und Beisitzer Levy Schumacher. | Bild: Schuler, Andreas

Hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

Litzelstettens Ortsverwaltungsleiter Klaus Frommer ist am Nachmittag optimistisch. „Klar wäre eine Wahlbeteiligung von 70 bis 80 Prozent gut“, sagt er. „Aber ich gehöre zu denen, die sagen: Eigentlich wäre eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent wünschenswert. Auch wenn ich natürlich selbst weiß, dass das nie passieren wird.“

Und doch gehen die Zahlen in Litzelstetten in eine erfreuliche Richtung: Von den 1917 Wahlberechtigten haben rund 1000 Briefwahl beantragt, bis 16 Uhr haben bereits 300 Menschen ihre Stimme vor Ort abgegeben.

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Nach Einschätzung von Wahlleiterin Manuela Leirer ist aufgrund der Rückmeldungen aus den einzelnen Wahllokalen in Konstanz von einer guten Wahlbeteiligung auszugehen. Zur Erinnerung. Schon vor fünf Jahren lag das Interesse mit 69,9 Prozent deutlich über dem des Jahres 2011 mit 65,8 Prozent.