Konstanz am Bodensee hat eine einzigartige Geschichte, wunderschöne historische Stadtviertel, eine renommierte Universität und ist umgeben von den Alpen –Konstanz hat sehr viel zu bieten.

Konstanz in Fakten und Zahlen

Die süddeutsche Stadt Konstanz wurde 3.500 v. Chr. gegründet. Über die genauen Anfänge der größten Stadt am Bodensee existieren verschiedene Theorien. Sicher ist, dass die Römer hier um das Jahr 300 n. Chr. einen römischen Stützpunkt mit einer Festung errichteten und sie Constantia nannten. Um diese herum entwickelte sich eine städtische Siedlung. Heute hat die Stadt Konstanz etwa 85.000 Einwohner, davon um die 16.000 Studenten der Universität und anderer Hochschulen in Konstanz. Die Stadt ist zwar die größte Stadt am Bodensee, rangiert aber mit der Einwohnerzahl nur auf Platz 14 in Baden-Württemberg. Die Grenze zur Schweiz ist ein Teil des Stadtgebiets, der Stadtteil Tägermoos liegt sogar bereits in der Schweiz. Und: Die süddeutsche Stadt Konstanz liegt nicht nur am Bodensee, sondern auch am Rhein, der in Konstanz aus dem See austritt.

Konstanz liegt wunderschön am Bodensee.
Konstanz liegt wunderschön am Bodensee. | Bild: Lukas Ondreka

Konstanz Sehenswürdigkeiten: Blumeninsel Mainau und Imperia

  • Eine Bootsfahrt auf die Inseln Reichenau und Mainau ist ein beliebter Tagesausflug für Besucher. Obst und Gemüse der Bodensee-Insel Reichenau, die allgemein als Gemüse-Insel bezeichnet wird, sind frisch und reichlich. Im Gegensatz dazu wird die berühmtere Insel Mainau als Blumeninsel bezeichnet: die Bodenseeinsel ist für Ihre Blumenpracht wie 12.000 Rosenpflanzen weltberühmt.
  • Am Hafen von Konstanz werden rückkehrende Tagesausflügler von Imperia begrüßt, der neun Meter hohen Statue einer Kurtisane. Das provokante Kunstwerk von 1993 bezieht sich auf das berühmte Konstanzer Konzil (1414 bis 1418), bei dem die hohe Geistlichkeit in der Regel die Dienste der zahlreichen Kurtisanen in Anspruch nahm.
  • Ebenfalls am Hafen liegt das sehenswerte Konzilgebäude, in dem die einzige Papstwahl nördlich der Alpen abgehalten wurde. Heute sind in dem imposanten mittelalterlichen Gemäuer ein Restaurant und auch ein Museum zu finden.
  • Im Rosengartenmuseum wird die Entwicklung der Bodensee-Region dokumentiert. Das Museum residiert im mittelalterlichen Zunfthaus der Metzger.
  • Außerdem sehenswert: die vier letzten Stadttürme der mittelalterlichen Mauer, das Großaquarium SeaLife Konstanz und der Konstanzer Triumphbogen. Er wurde, wie die Figur der Imperia, von Künstler Peter Lenk gestaltet.
Die Imperia thront im Hafen von Konstanz.
Die Imperia thront im Hafen von Konstanz. | Bild: Leo Leister

Kunst und Kultur sind auch in zahlreichen weiteren Museen, Theatern und Galerien zu erleben, dazu kommt ein quirliges Nachtleben, wie es in Studentenstädten oft der Fall ist. An heißen Tagen locken Bodensee-Strandbäder, bei Regen oder Kälte entspannen Touristen in der Therme Konstanz.

Konstanz Altstadt: Sehenswürdigkeiten und Essen

Die Altstadt von Konstanz, die auch viele Mythen beherbergt, ist eine Besonderheit: Am Münsterplatz sind beispielsweise die Turm-Fundamente eines römischen Kastells zu sehen, aber auch das prächtige Münster aus dem Hochmittelalter. Vom Turm aus hat man eine spektakuläre Aussicht auf den Bodensee, die Stadt und auf den Konstanzer Stadtteil Paradies.
Innerhalb der Altstadt gilt der Stadtteil Niederburg als historischer Kern. Ganze Straßenzüge und viele enge Gassen sind noch mit original mittelalterlicher Bausubstanz eingerahmt. Niederburg wurde über zehn Jahre hinweg komplett saniert, jetzt können Einheimische und Touristen das Flair des alten Stadtteils besonders gut genießen. Zahlreiche Cafés, Weinstuben und Kneipen laden zum Verweilen ein. In den Restaurants der Stadt wird mit etwas Glück frischer Bodensee-Fisch angeboten: Felchenfilet, Seeforellen, Seesaiblinge und auch Hechte werden täglich gefangen. Dazu kann man die hervorragenden Weine der Bodensee-Region probieren.

Am Montag vor dem Lockdown ist die Konstanzer Altstadt voll.
Am Montag vor dem Lockdown ist die Konstanzer Altstadt voll. | Bild: Jennifer Moog


Und auch den Stadtteil mit dem Namen Paradies sollte man näher betrachten. Das besagte Paradies ist zusammen mit der Altstadt am linken Rheinufer gelegen, wohingegen der Rest von Konstanz rechtsrheinisch und entlang dem Bodensee-Ufer liegt. Den schönen Namen erhielt der Stadtteil von einem Nonnenkloster, das “Claustrum Paradysi apud Constantiam“ hieß, aber schon im 13. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Der Name aber blieb bis heute erhalten. Ein alter Wachturm, inzwischen ein Wohnhaus, wird heute gerne als Paradieser Schlössle bezeichnet.

Die prächtigen Gründerzeitbauten, die im Stadtteil Petershausen-Ost an der Seestraße entlang stehen, wurden von den reichen Konstanzern des späten 19. Jahrhunderts erbaut und bewohnt. Noch heute ist die Straße mit der Uferpromenade, dem Yachthafen und dem Casino Konstanz eine vergleichsweise mondäne Gegend. Konstanz ist generell als Wohnort sehr beliebt und eine der teuersten Städte Deutschlands in der Kategorie von 50.000 bis 100.000 Einwohner.

Therme Konstanz: Entspannung im Salzraum

Die Therme Konstanz ist ein großer Komplex aus Innen- und Außenbecken, Sauna, Gastronomie und Erholungsräumen. Der moderne Bau soll ein Schiff, das zum Auslaufen bereit ist, darstellen. Das Wasser der Therme stammt aus einer 300 Meter entfernten Quelle. Das mineralisierte fluoridhaltige Natrium-Hydrogenkarbonat-Wasser entspannt, schont die Gelenke und fördert die Beweglichkeit. Vom Sonnendeck der Therme Konstanz kann man bis in die Voralpen blicken. Kurse wie Wassergymnastik, Rückenschule, Seniorengymnastik und sogar Tanzkurse werden angeboten. Kulinarische Besonderheiten bietet das Restaurant „Seelig“ mit Sonnenterrasse und Blick über den See.

Der Saunentrakt im Obergeschoss der Therme Konstanz erinnert an ein Kreuzfahrtschiff.
Der Saunentrakt im Obergeschoss der Therme Konstanz erinnert an ein Kreuzfahrtschiff. | Bild: Doris Burger

Konstanz Wetter: angenehme Sommer

Konstanz ist eine der sonnenreichsten Städte Deutschlands. Ähnlich wie im nahegelegenen Freiburg und der ganzen Region Oberrhein scheint hier die Sonne 2.061 Stunden pro Jahr. Der Bodensee mit seiner großen Wasserfläche sorgt dafür, dass die Temperaturen im Sommer nicht in Richtung unangenehm heiß gehen. Im Winter verhindert der See als großer Wärmespeicher die frostigen Temperaturen, die man in den nahegelegenen Alpen zu spüren bekommt. Allerdings erzeugt der See auch große Nebelfelder, die sich tagelang über die Stadt Konstanz legen können. Das passiert meist in den Wintermonaten.

Konstanz Uni: Studieren an der Exzellenzuniversität

Konstanz hat eine der wenigen Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Am Campus der Universität Konstanz sind etwa 12.000 Studenten in vielen Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Die Universität ist relativ jung, sie wurde 1966 gegründet. Seit 1983 residiert die Uni auf dem Konstanzer Gießberg. Die Architektur schmiegt sich, in Anlehnung an ein Bergdorf, an die Hanglage des Berges. Der Campus wurde um eine zentrale Agora herum aufgebaut. Neben der Universität steht Studierenden die Technische Universität HTWG und die Privat-Uni Bodensee-Campus zur Wahl.

Ob am Bodensee oder im Strandbad Hörnle entspannen, Weine der Region in Restaurants in Konstanz genießen oder auch einen Ausflug ins Konstanzer-Umland planen – Konstanz hat viel zu bieten und ist definitiv einen Besuch wert.