Gezeichnet mit Fenstermalfarbe, auf Papier mit Buntstiften und Wachsmalfarbe oder gebastelt aus Krepppapier: Regenbogen hängen derzeit in vielen Formen, Farben und Größen in den Fenstern in ganz Deutschland. Die Aktion hat nun Konstanz erreicht.

Regenbogen als Zeichen des Zusammenhalts

Die Idee dahinter ist einfach: Kinder malen oder basteln einen Regenbogen und hängen ihn sichtbar für andere an ihr Fenster. So können andere Kinder bei einem Spaziergang mit ihren Eltern die Regenbogen suchen und wissen, dass andere Kinder zuhause bleiben müssen – als Zeichen der Zuversicht, Zusammenhalt und Solidarität.

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Dieser Gedanke gefällt auch Gülsen Usta aus Fürstenberg. Von einer Freundin hat sie von der Regenbogenaktion erfahren.

„Ich fand die Idee sehr süß und habe es meiner 5-jährigen Tochter Elis erzählt. Sie ist traurig, dass sie nicht in die Kita kann. Also haben wir zusammen einen Regenbogen gemalt“, sagt Usta.

Neben dem Regenbogenbild hat Familie Usta noch ein weiteres Bild mit ihren Handabdrücken gemalt (rechts im Bild). Der Schriftzug ist in türkischer Sprache und bedeutet „Corona-Andenken“.
Neben dem Regenbogenbild hat Familie Usta noch ein weiteres Bild mit ihren Handabdrücken gemalt (rechts im Bild). Der Schriftzug ist in türkischer Sprache und bedeutet „Corona-Andenken“. | Bild: Özgür Usta

Ihre Tochter habe sich gefreut, dass sie beim Spazieren gehen künftig noch andere Regenbogen entdecken könnte. Diese Woche habe sie Fenstermalstifte gekauft, um direkt auf den Fenstern mit ihren Kindern zu malen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir beim nächsten Spaziergang mehrere zählen können.“

Der Regenbogen von Familie Usta von außen im zweiten Obergeschoss.
Der Regenbogen von Familie Usta von außen im zweiten Obergeschoss. | Bild: Gülsen Usta

Bei Familie Weiß in der Fürstenberstraße hängt ein weiterer Regenbogen am Fenster. Corinna Weiß hat ebenfalls von einer Freundin von der Regenbogenaktion erfahren. Die Vorlage für den Regenbogen zum Ausmalen habe sie geschickt bekommen. „Ich finde es eine tolle Idee und habe es gleich ausgedruckt, damit mein Sohn ihn ausmalen kann“, sagt Weiß.

Lukas Weiß mit seinem Regenbogenbild am Fenster in der Fürstenbergstraße.
Lukas Weiß mit seinem Regenbogenbild am Fenster in der Fürstenbergstraße. | Bild: Corinna Weiß

Nicht nur in Deutschland geht die Aktion viral. In Italien und Spanien werden die Regenbogen ebenfalls in den Fenstern gesichtet. Wer die Idee ursprünglich hatte, lässt sich nicht genau sagen. Hierzulande wurde sie von Anne Kuhlmann aus Berlin begonnen. Sie ist Familiencoach und Kursleiterin speziell für Mütter und Frauen.

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Angefangen hat die Aktion als Bastelei im Kinderzimmer mit ihrem Sohn, die sie auf dem sozialen Netzwerk Instagram auf ihrem Account „dein.mamagefühl“ veröffentlichte. Nach kurzer Zeit habe sie sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. „Das hätte ich im Traum nicht für möglich gehalten“, schreibt sie in ihrem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk. Die Aktion sei mittlerweile in der Türkei, Kasachstan, USA und Mexiko angekommen.

Haben auch Sie einen Regenbogen in Konstanz, Allensbach oder auf der Reichenau gesehen? Oder haben Sie mit ihren Kindern selbst einen gebastelt? Dann schicken Sie uns Ihre Entdeckungen an den Fenstern oder von Ihren Bastelaktionen mit Namen und Bild per Mail an julia.leiber@suedkurier.de. Die kleinen Kunstwerke werden dann veröffentlicht.