Das schicke schwarze Motorrad BMW R25/2 ist so alt wie einer der Besitzer, Andreas Höfler: nämlich Baujahr 1952. Aber die Maschine mit zwölf PS und 250 Kubikzentimeter steht auf dem Hof und wirkt fast wie neu.

Dafür haben Andreas Höfler und sein zwei Jahre älterer Bruder Josef selbst gesorgt. Anfang der 1990er-Jahre haben sie die alte BMW restauriert, seit dem 11. August 1993 sei sie wieder zugelassen. „Seither fahren wir damit“, sagt Josef Höfler – natürlich nicht regelmäßig, fügt er an. Die Maschine werde für kleinere Ausfahrten oder zum Besuch von Oldtimertreffen in der näheren Region bewegt.

In den 60er-Jahren für 25 Mark gekauft

Für die beiden Allensbacher war es das erste Motorrad überhaupt. Als Jugendliche hätten sie die Maschine Mitte der 1960er-Jahre von einem Kaltbrunner gekauft, erzählt Josef Höfler, für 25 D-Mark. „Das war damals schon eine alte Maschine“, erklärt er schmunzelnd den niedrigen Preis.

Die alte BMW R25/2, die das erste Motorrad der beiden Brüder war.
Die alte BMW R25/2, die das erste Motorrad der beiden Brüder war. | Bild: Thomas Zoch

Wobei Andreas Höfler anmerkt, dies sei für sie beide damals recht viel Geld gewesen. „Wir haben die gekauft, um im Gelände zu fahren“, erinnert sich Josef Höfler – bis zum Konstanzer Bettenberg seien sie gefahren. „Man ist halt überall rumgefahren – nur nicht auf der Straße“, sagt er grinsend. Schließlich hatten die Brüder noch keinen Führerschein, aber: „Da hat keiner danach gekräht.“

Viele Jahre kaputt im Schuppen

Erst als er 19 war, habe er die Maschine dann offiziell zugelassen und sei eine Weile damit gefahren. Bis er mal bei Regen so durchnässt gewesen sei, dass er entschieden habe, ein Auto zu kaufen. Der dritte Bruder Johannes habe die BMW dann noch gefahren, aber einen Unfall gebaut; die Maschine sei im Mühlbach gelandet und kaputt gewesen. Anschließend sei sie viele Jahre im Schuppen gelegen.

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Josef und Andreas Höfler haben noch weitere gut restaurierte Oldtimer: einen blau-weißen Opel Olympia P1 Caravan, Baujahr 1959, und einen sogar noch 13 Jahre älteren Traktor, einen Kramer Allesschaffer, sagt Josef Höfler. Seines Wissens nach sei das der erste Traktor überhaupt in Allensbach gewesen.

Beide Fahrzeuge habe sein Vater gekauft und für die Landwirtschaft und den Mühlenbetrieb genutzt. Auch mit dem Opel, immerhin schon mit 45 PS und 1500 Kubik, würden sie noch gelegentlich Ausfahrten machen, so Josef Höfler. Die Vorbesitzer seien mit diesem sogar 1960 bis nach Rom zu Olympischen Spielen gefahren – ein Aufkleber an der Heckscheibe zeugt davon bis heute.