Die Lage in den Kliniken des Landkreises Konstanz ist nach Darstellung von Thomas Traber vom Amt für Organisation bei der Stadtverwaltung Konstanz „mehr als angespannt“. Demnach sind die Intensivbetten so gut wie belegt. „Die Dramatik der dritten Corona-Welle hat uns erreicht“, so sein Lagebericht im Konstanzer Gemeinderat.

Besonders problematisch sei die Situation in den Häusern in Singen und Radolfzell, aber auch in Konstanz sehe es nicht viel besser aus. Wie er auf SÜDKURIER-Nachfrage ausführte, sind nicht alle Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, deren Zahl sich im Klinikverbund auf 13 beläuft. Weitere 34 Covid-Patienten benötigen derzeit keine Intensivbetreuung, befinden sich aber in stationärer Behandlung.

Die Belegung der Intensivbetten bedeutet nach Darstellung von Thomas Traber nicht, dass keine weiteren schweren Fälle aufgenommen werden können – egal ob es sich um Covid-Patienten oder Patienten mit anderen schweren Erkrankungen handelt. „Da werden dann eben weitere Betten aktiviert“, führte der Amtsleiter aus. Diese stillen Reserven sind allerdings endlich.

Der Amtsleiter stuft die Situation auch mit Blick auf Krankenhäuser im größeren Umkreis als problematisch ein. So konnte beispielsweise ein Intensivpatient aus einer Klinik im Allgäu, wo die Situation noch prekärer sei, nur deshalb im Landkreis Konstanz aufgenommen werden, weil ein Intensivpatient aus einer Klinik im Landkreis Konstanz nach Freiburg verlegt werden musste.

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