Busse haben es derzeit schwer: So manch einer macht einen großen Bogen um sie und weicht lieber auf andere Verkehrsmittel aus. Bilder überfüllter Schulbusse haben in den vergangenen Wochen nicht nur bei Eltern und Schülern für Angst und Schrecken gesorgt.

Auch wer seine Lehrjahre schon lange hinter sich hat, überlegt derzeit zweimal, ob er das Massentransportmittel wirklich nutzen will. Denn jeder Mitfahrer ist ja eine potenzielle Virenschleuder. Und es ist auch nicht immer sicher, ob die Maske, die man selbst trägt oder die Mund und Nase des Gegenübers bedeckt, wirklich alles aufhält, was sie verspricht.

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Doch es gibt noch Hoffnung für das verschmähte Gefährt

Aus der Konstanzer Nachbarstadt ereilt uns dieser Tage eine frohe Kunde: In Kreuzlingen ist ein Adventsbus unterwegs. Geschmückt mit Engeln, Sternen, „Samichläusen“ (Nikoläusen) und einem Adventskalender soll er für „besinnliche Stimmung“ während der Fahrt sorgen, wie die Stadt Kreuzlingen mitteilt.

Beim Einsteigen begrüßt neben dem Busfahrer auch ein leuchtender Schneemann die Fahrgäste.
Beim Einsteigen begrüßt neben dem Busfahrer auch ein leuchtender Schneemann die Fahrgäste. | Bild: Stadt Kreuzlingen

Und vielleicht kann der Spezialbus ja auch den ramponierten Ruf der Busse im Allgemeinen etwas gerade rücken. Allerdings wird der Rote Arnold von der Aktion wohl kaum profitieren. Denn der Adventsbus ist bis Weihnachten einzig auf den Stadtbuslinien innerhalb Kreuzlingens unterwegs. Im grenzüberschreitenden Verkehr wird er nicht eingesetzt.

Der Adventskalender im Spezialbus der Stadt Kreuzlingen.
Der Adventskalender im Spezialbus der Stadt Kreuzlingen. | Bild: Stadt Kreuzlingen

Die Adventsstimmung auf Rädern bleibt also unseren Schweizer Nachbarn vorbehalten beziehungsweise jenen, die für einen gewissen Zeitraum ins nahe Risikogebiet einreisen dürfen und wollen. Aber es gibt keinen Grund für Neid: Zum einen sind die braunen Säcke des Adventskalenders im Bus nicht gefüllt.

Und zum anderen müssen die Kreuzlinger dieses Jahr auf ein anderes Weihnachtsgefährt verzichten, das 2019 Klein und Groß begeisterte: Die „Märli-Stube“, ein ebenfalls dekorierter Stadtbus, in dem Märchen erzählt wurden. Wahrscheinlich aerosolbedingt hat man diesmal auf diese Form der Adventsberieselung verzichtet.

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