Suela Hoxhaj und Emilia Keferstein

Wie sehen andere Menschen meine Heimatstadt? Wo fühlen sie sich besonders wohl? Mit diesen Fragen haben sich Suela Hoxhaj und Emilia Keferstein aus Konstanz befasst. Die beiden Zehntklässlerinnen des Ellenrieder-Gymnasiums haben im Rahmen von Bogy (Berufsorientierung am Gymnasium) beim SÜDKURIER das Tätigkeitsfeld des Journalisten kennengelernt. In der Lokalredaktion haben sie eine Aufgabe übernommen, die sie mit viel Engagement und Talent gelöst haben – hier gibt es die Texte der beiden Nachwuchs-Reporterinnen.

So blickt Emilia Keferstein durch die Augen anderer auf Konstanz

Konstanz: Eine Stadt mit vielen Gesichtern. Imperia, die in den Himmel ragt. Gelbe Streifen, die die Grenze zur Schweiz markieren. Oder die Umrisse des Bodensees auf einer Landkarte eingezeichnet. Dies sind bekannte Assoziationen mit der Stadt ganz im Süden von Deutschland. Doch welche Orte haben eine besondere Bedeutung für die Menschen, die auch tatsächlich dort wohnen oder dort zumindest einige Zeit verbringen? Eine Frage, die wir ein paar Stadtbesuchern gestellt haben.

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Zuallererst sehe ich eine Gruppe von Schülerinnen, die vor dem Münster stehen und auf die Turmspitze zeigen. Als ich sie anspreche, stellt sich eine von ihnen als Lilith vor und erklärt, dass sie aus Lörrach stammen und den zweiten Tag ihrer Klassenfahrt in der Konstanzer Altstadt verbringen. „Konstanz ist ein wirklich schöner Ort, der Platz hier auch“, sagt sie, und ihre Freundinnen nicken. „Besser als der Wild- und Freizeitpark in Allensbach“, erklären sie noch zum Abschluss und verabschieden sich.

Ein paar hundert Meter weiter und ich stehe vor dem Voglhaus Café, wobei mir zwei junge Frauen auffallen, die beide eine Tasse Cappuccino vor sich stehen haben und sich unterhalten. „Leonie“, stellt sich eine von ihnen vor und meint, dass sie zurzeit in Konstanz wohne und dass das Voglhaus definitiv ihr Lieblingsort der gesamten Stadt sei. „Ich mag besonders, dass es so wuselig ist und man hier Platz hat, um das Treiben zu beobachten“, sagt sie.

Ein Ort, an dem man das Herz der Stadt schlagen sieht: Vor dem Voglhaus sitzen viele Konstanzerinnen und ihre Gäste besonders gerne.
Ein Ort, an dem man das Herz der Stadt schlagen sieht: Vor dem Voglhaus sitzen viele Konstanzerinnen und ihre Gäste besonders gerne. | Bild: Emilia Keferstein

Wenige Momente danach verlasse ich sie und gehe Richtung See. In der Nähe des Sea Life Center mache ich Halt und spreche einen Mann an, der alleine am Ufer entlang spaziert. Zur Begrüßung schütteln wir uns die Hände, und er stellt sich als Volker Vatter vor, ein Pendler, der zwar in der nahen Umgebung von Konstanz wohnt, jedoch in der Schweiz arbeitet. „Den See mag ich am meisten an Konstanz. Ganz egal, welchen Weg ich nehme oder wo ich gerade bin, am besten ist es, wenn der Bodensee direkt neben mir verläuft“, erklärt er mit einem Lächeln. Auf erneute Nachfrage meint er noch: „Der See beruhigt mich einfach“ und geht weiter.

Am See fühlt er sich wohl: Volker Vatter hält sich in Konstanz besonders gerne am Ufer auf.
Am See fühlt er sich wohl: Volker Vatter hält sich in Konstanz besonders gerne am Ufer auf. | Bild: Emilia Keferstein

Konstanz: Eine Stadt mit vielen Gesichtern und mindestens genauso vielen Plätzen, die sehenswert sind.

Und das hat Suela Hoxhaj im Rahmen ihres Praktikums recherchiert

Senija Avdic, Touristin aus der Nähe von Düsseldorf, ist zu Besuch in Konstanz. Sie hat Familie in der Schweiz und kommt immer mal wieder hier nach Konstanz, um den wunderschönen Bodensee zu betrachten. Sie ist sehr oft hier und findet einfach alles unfassbar schön. Daher möchte sie auch demnächst hierherziehen.

Avdic sagt: „Konstanz ist die Stadt, in der ich sterben möchte“. Zahlreiche Fotos macht sie jedes Mal am Hafen von Konstanz mit ihrem Sohn. Sie liebt Konstanz und findet es einfach perfekt hier. „Sogar die Menschen sind hier viel entspannter und fröhlicher als in NRW“, erzählt sie. Ebenso ein großer Fan ist sie von der Imperia und den ganzen kleinen Geschäften, die das Lago ihr bietet.

Am Ufer lieben sie Konstanz am meisten: Senija Avdic und ihr Sohn Aden Avdic gegenüber dem Pavillon am See.
Am Ufer lieben sie Konstanz am meisten: Senija Avdic und ihr Sohn Aden Avdic gegenüber dem Pavillon am See. | Bild: Suela Hoxhaj

Aden Avdic ist der Sohn von Senija Avdic und wegen seiner Mutter ziemlich oft zu Besuch in Konstanz. Er findet, dass es eine lebendige Stadt mit vielen unterhaltsamen Menschen ist und es gefällt ihm sehr gut hier. Der Konstanzer Hafen und der Stadtgarten im Sommer gehören zu seinen Lieblingsorten hier.

Jedoch würde er sich mehr Mülleimer im Stadtgarten wünschen, weil diese im Sommer fehlten. „Als ich im Sommer hier war, war es voll mit Menschen, und alle Mülleimer waren somit auch voll. Heute wo, weniger Leute draußen sind, reichen die bisherigen Mülleimer“.

Schöne Atmosphäre im Stadtgarten

Alex Chan ist 23 Jahre alt und Student in Konstanz. Er findet die Stadt im Allgemeinen sehr schön und verbringt viel Zeit draußen. Am liebsten spaziert er bei gutem Wetter von der Marktstätte Richtung Konstanzer Hafen. Er empfindet Konstanz als eine sehr positive Stadt, in der er aktuell nichts ändern würde.

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Fumihiro Kano 39 Jahre ist Forscher und findet die Tiere im Stadtgarten toll. Er liebt es, an einem sonnigen Tag durch den Stadtgarten zu laufen, die Vögel anzuschauen und verschiedene Spiele bei gutem Wetter zu spielen. Er sagt, dass es im Stadtgarten sehr entspannt und beruhigend ist. Ebenso schön findet er aber die Atmosphäre, die im Sommer im Stadtgarten durch die vielen Menschen entsteht.

Hier im Stadtgarten gefällt es ihm: Fumihiro Kano vor der Voliere des Vereins für Kanarienzucht und Vogelfreude.
Hier im Stadtgarten gefällt es ihm: Fumihiro Kano vor der Voliere des Vereins für Kanarienzucht und Vogelfreude. | Bild: Suela Hoxhaj

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