Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist in der Corona-Krise ein gefragter Gesprächspartner. Alle wollen vom CDU-Mann wissen, wann sie denn nun mit einer Impfung rechnen können und wann es die Schnelltests für alle gibt. Umstritten ist, wie gut der Bund mit seiner Impf- und Teststrategie voran kommt. Es gibt also viel zu diskutieren mit dem Krisenmanager aus Berlin.

Dementsprechend hatten die CDU-Landtagskandidaten Tobias Herrmann (Wahlkreis Singen-Stockach) und Levin Eisenmann (Wahlkreis Konstanz-Radolfzell) selbst wenig zu sagen, als sie jetzt im Landtagswahlkampf digital auf Jens Spahn trafen. Sie trugen vor allem die vielen Fragen vor, die von Internet-Nutzern an den Gesundheitsminister gestellt wurden.

„Einige Wochen müssen wir durch die Knappheit.“

Eisenmann betonte: „Wir sehnen uns alle nach Öffnung.“ Er forderte, die vom Bund versprochenen Hilfsgelder für Selbständige müssten schnell fließen. Sein Kollege Herrmann hofft auf Perspektiven für die Menschen, die auf Impfstoffe, Schnelltests und Unterstützungsgelder warten. Spahn mahnte zur Geduld: Zu den Impfstoffen sagte er: „Einige Wochen müssen wir durch die Knappheit.“

Es werde aber bald richtig viel Impfstoff geben. Grundsätzlich schneide Deutschland mit schon fünf Millionen Dosen, die als erste und zweite Impfung verabreicht wurden, gut ab. Spahn betonte, alle Arbeiten würden wertgeschätzt. Für die Impfung sei aber nicht entscheidend, welche Bedeutung einer Tätigkeit zugemessen werde, sondern, wie gefährdet die Menschen durch eine Infektion seien.

Selbsttests bald in jedem Supermarkt zu bekommen?

Auch bei den Tests werde es zu Beginn knapp sein, sagte er. Man müsse unterscheiden zwischen den Schnelltests, die von medizinischen Profis vorgenommen werden, und den Selbsttests, die auch Laien machen könnten. Der Gesundheitsminister geht davon aus, dass die Selbsttests bald in jedem Supermarkt zu bekommen sind.

Er erklärte, man versuche zu vermeiden, die Grenzen undurchlässiger zu machen. In den Fällen Tschechien und Tirol, wo Deutschland strikte Grenzkontrollen eingeführt hat, habe man aber jetzt handeln müssen. Er appellierte daran, anzuerkennen, dass stets in bester Absicht vorgegangen werde.