Seit einigen Wochen wird die Geflügelpest vermehrt in Europa sowie in Deutschland insbesondere an der Nord- und Ostseeküste bei Wildvögeln und vereinzelt bei Geflügel nachgewiesen. So auch erst kürzlich bei einem Mäusebussard bei Donaueschingen im Schwarzwald-Baar-Kreis.

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Bei einem am Seerhein in Konstanz tot aufgefundenen Schwan wurde die Geflügelpest des Subtyps H5, auch als Vogelgrippe bezeichnet, amtlich festgestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Untersuchungsbefund des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Freiburg bestätigt.

Das Risiko weiterer Geflügelpestausbrüche bei Wildvögeln ist damit im Land weiterhin als hoch einzustufen. Dies teilte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz am Montag in Stuttgart mit.

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Gefügel muss vor Kontakt mit Wildvögeln geschützt werden

„Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter werden aufgerufen, ihre Tiere bestmöglich vor einem Seucheneintrag über Wildvögel zu schützen. Insbesondere müssen bei Auslauf- und Freilandhaltungen Kontakte des Geflügels und sonstiger gehaltener Vögel mit Wildvögeln sowie eine Viruseinschleppung über Einstreu, Futter und Tränkwasser in die Haustierbestände in jedem Fall verhindert werden. Soweit möglich, sollen die Tiere aufgestallt oder unter Schutzeinrichtungen gehalten werden. So soll die Seucheneintragung in Nutzgeflügelbestände und sonstige Vogelhaltungen durch Wildvögel verhindert werden“, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk.

Peter Hauk zu Besuch beim SÜDKURIER (Archivbild von Januar 2020)
Peter Hauk zu Besuch beim SÜDKURIER (Archivbild von Januar 2020) | Bild: Marinovic, Laura

Bereits im November hatte Minister Hauk die Geflügelhalter dazu aufgerufen, die Biosicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung eines Geflügelpesteintrags strikt einzuhalten.

Verendete oder kranke Vögel den Behörden melden

Die Bürger werden gebeten, aufgefundene verendete oder kranke wildlebende Wasservögel und Greifvögel den zuständigen Veterinärbehörden bei den Landratsämtern oder Bürgermeisterämtern der Stadtkreise zu melden.

Diese organisieren das Einsammeln und Beproben verendeter Tiere, um die Verbreitung des Virus im Land zu ermitteln. Die Tiere und Tierkadaver sollten nicht berührt oder vom Fundort weg gebracht werden, um eine weitere Verschleppung der Seuche zu vermeiden.

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