Wer in der Konstanzer Innenstadt unterwegs ist und seinen Blick nach oben richtet, ist vermutlich etwas verwirrt. Zwischen den bunten Bändeln, die pünktlich zur Fasnacht über den Dächern der Stadt hängen, schweben nämlich noch immer die leuchtenden Sterne aus der Weihnachtszeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Anders als man vielleicht vermuten könnte, handelt es sich bei der Doppel-Deko angeblich nicht um einen Fehler der Stadt, sondern um eine organisierte Aktion für die Konstanzer. „Aufmerksamkeit und Freude sind und waren die Motive für die Aktion“, sagt Isabelle Klauser, Mitarbeiterin im Team für Marketing und Tourismus der Stadt Konstanz. „Es darf ja in dieser Zeit auch mal anders sein.“

Man habe die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr bewusst länger hängen lassen, um in der Winterzeit, in der es abends bereits früh dunkel ist, kleine Lichtblicke und Freude für die Besucher zu schaffen, so Klauser. Die parallele Montage sei somit nach vorheriger Absprache geschehen. „Weihnachtsbeleuchtung meets Fastnachtsbändel“ nennt die Stadt ihre Aktion, über die sich viele Passanten amüsieren.

Konstanzer amüsieren sich über den ungewöhnlichen Anblick

In den Konstanzer Facebook-Gruppen kommentieren Einwohner und Besucher mit Scherzen wie „Hohe Fasnachten“, „Weihnachten Narro“ oder schlagen vor, bereits einige Ostereier zwischen die Weihnachtssterne und Fasnachtsbändel zu hängen. Ab Montag, 31. Januar, sollen die 164 Weihnachtssterne allerdings innerhalb einer Woche abgebaut werden und die Dekoration ganz im Sinne der Fasnacht stehen bleiben.

Das Stadtmarketing hat übrigens ein weiteres Projekt geplant, welches Weihnachten mit Fasnacht verbinden und im Sinne der Nachhaltigkeit stehen soll: Der Weihnachtsbaum vor dem Edeka-Markt in der Bodanstraße soll vom Wunschbaum zum Narrenbaum werden. „Nachdem auch in diesem Jahr viele Fastnachtsveranstaltungen nicht stattfinden können, sehen wir dies als schönes Zeichen für die Konstanzer Narren“, sagt Isabelle Klauser.

Das könnte Sie auch interessieren