Der bislang freie Platz zwischen Halle und dem nahe gelegenen Parkplatz habe damit eine deutliche Aufwertung erfahren, findet Dietmar Lüchtenberg. Und fügt hinzu: „Hier werden mehr Zielgruppen angesprochen als am Schänzle beim Europahaus oder in Litzelstetten.“

Elf Geräte gibt es im Bewegungsparcours

Die Geräte seien so ausgewählt worden, dass jede Muskelgruppe des menschlichen Körpers angesprochen werde, wie Schultergürtel samt Armen, Beinen und die Rumpfmuskulatur. Wert wurde auch darauf gelegt, dass sich die Auswahl an Geräten möglichst von den anderen Parcours unterscheidet. Elf Stück gibt es. Neben den geführten Geräten gibt es auch sogenannte freie, die mehr eigenständige Bewegungen erlauben.

Das sind Reck, Sprossenbogen und Barren, wie sie seit Jahrzehnten aus dem klassischen Sportunterricht bekannt sind, aber in attraktiv-modernisierter Form. Dietmar Lüchtenberg setzt darauf, dass fittere Menschen diese für Calisthenics-Übungen (Eigengewichtsübungen) nutzen werden.

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Daneben gibt es ein Sitzergometer, das einem Fahrrad nachempfunden ist. Dieser könne auch von Rollstuhlfahrern oder Rollator-Nutzern zur Stärkung der Beinmuskulatur genutzt werden. „Ich finde es auch sehr gut, dass es eine kleine Slackline gibt. Darauf können Sie balancieren und das Gleichgewicht trainieren – aber abgesichert“, sagt er erfreut.

Dank der bisherigen Bewegungsparcours konnten neun Studienarbeiten für Bachelor- und Master-Abschlüsse entstehen. Dieses Konzept soll laut Lüchtenberg in Wollmatingen fortgesetzt werden, sobald es die Corona-Beschränkungen erlauben. „Aus Beobachtungen eines Studenten am Schänzle gab es eine erschreckende Erkenntnis“, berichtet Lüchtenberg.

„Das ist Spielen aber nicht Trainieren“

Der Student habe mehrmals in der Woche stichprobenartig den Bewegungsparcours beobachtet und auch mit den Menschen gesprochen. „Drei bis fünf Minuten durchschnittlich wurden die Geräte genutzt. Das ist Spielen aber nicht Trainieren“, fasst der Sportwissenschaftler zusammen.

Die Erkenntnis daraus war, dass die Parcours professionell betreut werden müssen. Daher begleiten seit 2018 Studierende Trainingsgruppen zu definierten Zeiten. „Das wird kostenlos angeboten. Die Trainingsleiterpauschale haben Stadt und AOK bisher gemeinsam getragen“, erklärt Lüchtenberg.

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„Hier können alle trainieren, die nicht in ein Fitness-Studio können oder wollen. Das hier hat eine ganz wichtige Bedeutung für die Gesundheit. Das ist Lebensqualität und man kann sich hier begegnen“, sagt Sportbürgermeister Andreas Osner begeistert. „Der Bewegungsparcours wertet das Areal noch einmal auf. Hier entsteht ein multifunktionales Sportareal“, betont er.

Im Schwaketental sind auf engen Raum zusammen eine Sporthalle, der Parcours mit 3000-Schritte-Pfad und den Freiluftsportplätzen. Dazu kommt das dann wieder eröffnete Schwaktenbad. „Und in der Geschwister-Scholl-Schule gibt es ein Profil mit Schwerpunkt Sport“, ergänzt Andreas Osner.

Ein sportlicher Leuchtturm

„Wir bekommen hier einen sportlichen Leuchtturm mit all diesen Sportanlagen“, erklärt Luise Mitsch, Vorsitzende des Altenhilfevereins, auf dessen Initiative der Bewegungsparcours zurückgeht.

„Wir unterstützen so etwas immer, weil Sport das gesündeste ist, was wir für unseren Körper tun können. Wir freuen uns darüber, dass solche Angebote für den Freizeitsport entstehen“, sagt Thomas Keck, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, auf SÜDKURIER-Nachfrage.

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