Die Freie Grüne Liste (FGL) will wissen, wie sich die Stadt gemeinsam mit der Landes- und Bundespolizei dafür einsetzt, dass es nicht zu weiteren Gefährdungen und Belästigungen durch die Tuning- und Poserszene kommt. Dieses Thema soll in der in der Ausschuss-Sitzung am 10. Juni aufgegriffen werden.

Die Fraktion des Konstanzer Gemeinderats befürwortet Eingriffe wie Straßensperren und Kontrollen als Reaktion auf Menschen, die durch das mutwillig laute Fahren von aufgemotzten Autos auf sich aufmerksam machen wollen. Regionen wie Zürich oder Ulm hätten mit derartigen Gegenmaßnahmen schon Erfolg gehabt.

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Auch die CDU-Fraktion geht davon aus, dass es möglich ist, dem Poserspuk ein schnelles Ende zu bereiten. Sie schlägt Kontrollen vor, das Feststellen der Fahrerdaten und das Verfolgen von Verstößen gegen die Verkehrs- und Ruheordnung.

Sie hat einen Antrag formuliert, in dem sie wissen will, wie Landes- und Grenzpolizei künftig auf solche Treffen reagieren wollen. „Interessant wäre für uns auch, zu erfahren, wie schnell die Polizeistärke erhöht werden kann.“ Weiter schreibt sie: „Es geht nicht an, dass Überraschungen und mangelhafte Personalausstattung als Erklärung für ausbleibende Maßnahmen ins Feld geführt werden.“

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Alexandra Bek von den Freien Wählern in Konstanz stellt fest: Es seien gemeinsam entwickelte Strategien nötig, um Konstanz als Inszenierungsfläche so unattraktiv wie möglich zu machen. Sie weist darauf hin, dass die Fraktion der Freien Wähler schon im Juni 2018 mit einem Antrag Lösungen gefordert hatte, die den Posern und Rasern Einhalt gebieten.

Bereits damals schrieben die Freien Wähler: „Wir erhalten sehr viele Rückmeldungen aus der Bürgerschaft, die über die Lärmbelästigungen und gefährlichen Situationen im Straßenverkehr klagen“.

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Auch die Polizei sagt, das Phänomen der Tuner und Poser im Landkreis beschäftige sie schon seit Jahren. Man habe eng mit den betroffenen Kommunen sowie den benachbarten Schweizer Kantonen zusammengearbeitet und in den vergangenen Jahren von April bis Oktober fast jede Woche Kontrollen und Überwachungen angesetzt.

Diese hätten sich aber auf die bisherigen Haupttreffpunkte in Singen sowie die umliegenden Autobahnabschnitte konzentriert. Die Polizei hatte nicht damit gerechnet, dass Poser in Massen in Konstanz auftauchen.

„Bislang gab es keine Ausweichbewegungen in diesem Umfang“, stellt Polizeisprecher Uwe Vincon fest. Die Ordnungshüter gehen davon aus, dass nun auch neue Eventhungrige Interesse an der Tuning- und Poserszene finden.

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