Drei Umwelttechnik-Studenten der HTWG, David Weber, Mika Rohrßen und Lara Thies, haben im Rahmen einer Projektarbeit einen Stadtrundgang entwickelt, der Interessierte zu zehn verschiedenen Anlagen für erneuerbare Energien führt. Außerdem werden dabei auch Firmen vorgestellt, die nachhaltig Energie gewinnen oder an Solartechnik forschen.

Als Stationen im Rahmen des Rundgangs dienen die Konstanzer Firmen Sunny-Solar, der Fruchthof, die Entsorgungsbetriebe, das ISC und Car-Ship. Außerdem werden der Energiewürfel der Stadtwerke, der Seepark, das Sportcenter, das Hybridboot Solgenia und das Solarhaus Ecolar der HTWG vorgestellt, die alle mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Auch das Dach der Konstanzer Entsorgungsbetriebe ist mit Solarzellen bedeckt.
Auch das Dach der Konstanzer Entsorgungsbetriebe ist mit Solarzellen bedeckt. | Bild: Sara Guglielmino

Der Rundgang führt hauptsächlich durch das Konstanzer Industriegebiet. Der Grund, warum in der Innenstadt weniger Solaranlagen gebaut werden, ist laut Lorenz Heublein, dem städtischen Klimaschutzkoordinator, die Stadtbildsatzung. Diese gibt vor, dass sich bauliche Maßnahmen im Bereich des besonders geschützten Altstadtensembles in Form, Maßstab, Gliederung, Werkstoff und Farbe nach der historischen Bauweise des Gebäudes richten müssen.

Bild: Müller, Cornelia

Somit ist es schlichtweg schwieriger, eine Solaranlage auf denkmalgeschützte Gebäude der Altstadt zu bauen, weswegen in vielen Fällen darauf verzichtet wird. Um während des Rundgangs nicht auf den Charme der Altstadt verzichten zu müssen, verweisen die Studenten in ihren Flyern auf mehrere Cafés, wo man sich nach dem Rundgang mit einem warmen Getränk aufwärmen kann.

Wer Interesse hat, kann den Rundgang jederzeit machen – mit wem, zu welcher Uhrzeit und ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, spielt dabei keine Rolle. „Durch diese Flexibilität wollen wir uns noch mehr hervorheben“, sagt Lara Thies. Im Gegensatz zu anderen Rundgängen müssen sich Teilnehmer nämlich weder anmelden, noch sind sie an bestimmte Zeiten gebunden. Außerdem ist der Rundgang kostenlos und wird bis auf Weiteres ohne zeitliche Beschränkung angeboten.

Eine der Stationen des Rundgangs: Solarzellen beim International Solar Energy Research Center (ISC).
Eine der Stationen des Rundgangs: Solarzellen beim International Solar Energy Research Center (ISC). | Bild: Sara Guglielmino

Ursprünglich planten die Studenten, den Rundgang in zwei Varianten anzubieten: Teilnehmer sollten zwischen einem geführten Rundgang und einer eigenständigeren Version wählen können. Wegen der Corona-Maßnahmen verzichteten die Studenten letztendlich auf die geführte Version, da Menschenansammlungen in dieser Form nicht mehr möglich waren.

Stattdessen findet man auf der Homepage www.energie-stadtrundgang-kn.carrd.co nun zwei Versionen eines Flyers: Einen mehrseitigen Online-Flyer und einen Flyer für Unterwegs, auf dem ein QR-Code abgedruckt ist, zum Ausdrucken. Scannt man diesen mit der Handy-Kamera, öffnet sich automatisch eine Karte von Konstanz auf Google Maps, auf der die Route mit den verschiedenen Stationen und entsprechenden Bildern abgebildet ist.

Das könnte Sie auch interessieren