Der unkomplizierte Zugang zu den schönen und geräumigen Konstanzer Strandbädern hat sich durch Corona noch stärker in der Region herumgesprochen. Und das wirkt sich auch in den Zahlen aus. Am zweiten Sommerferien-Sonntag, dem 9. August, besuchten 12.000 Gäste das Hörnle, damit ist der Rekord aus den vergangenen Jahren erneut erreicht.

Stressfrei zum Baden

Bäderchef: Selbst bei Super-Wetter droht keine Überfüllung

In Litzelstetten waren es am 9. August demnach 1050 Besucher, in Dingelsdorf 3800 und in Wallhausen 5500. Trotzdem, so Bäder-Chef Robert Grammelspacher, wurde auch unter Corona-Bedingungen nie zu eng. Zugleich gibt die Bädergesellschaft Entwarnung: Selbst bei Super-Wetter sei auch an den nächsten Wochenenden kein Kollaps zu erwarten.

Und wie wissen die Verantwortlichen eigentlich, wie viele Personen sich gerade zum Beispiel am Hörnle befinden? Mit einer Mischung aus Zählen, Schätzen und rechnen. Hier wird die Tages-Besucherzahl mit der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer verrechnet. In der Folge sind laut Bädergesellschaft nie mehr als 3500 Gäste gleichzeitig anwesend.

Meersburger Parzellen-Lösung überzeugt Konstanzer nicht

So macht es Meersburg: Die Liegewiese ist in Quadrate von vier Metern Seitenlänge eingeteilt, weil das das Abstandhalten erleichtern soll. In Konstanz ist man von dieser Lösung nicht überzeugt und wird sie auch beim erwarteten Hochbetrieb am Hörnle nicht anwenden. Bild: Lena Reiner
So macht es Meersburg: Die Liegewiese ist in Quadrate von vier Metern Seitenlänge eingeteilt, weil das das Abstandhalten erleichtern soll. In Konstanz ist man von dieser Lösung nicht überzeugt und wird sie auch beim erwarteten Hochbetrieb am Hörnle nicht anwenden. Bild: Lena Reiner | Bild: Lena Reiner

Die Vorgaben des Landes setzen die Grenze bei 4500 Personen, weil jeder Gast rechnerisch zehn Quadratmeter zur Verfügung haben soll. Und: Nicht alle Gäste kämen ja als Einzelpersonen, sondern viele in Gruppen oder Familien. Auch aus diesem Grund sei die Einteilung der Liegewiesen in einzelne Parzellen nach Meersburger Muster weder erforderlich noch sinnvoll.

Knappe Parkplätze drosseln den Zulauf von auswärts

Für das neue Wochenende sieht sich die Bädergesellschaft gut gerüstet, wie sie auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Dass die Bäder von Auswärtigen regelrecht überrannt werden, sei auch deshalb nicht zu erwarten, da die Parkplätze ja begrenzt seien.

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Während bereits in den vergangenen Wochen regelmäßig wildes Parken zum Beispiel an der Jakobstraße zwischen Hörnle und Staad oder auch rund um das Strandbad Wallhausen zu beobachten war, dürfte die Abschlepp-Aktion vom vergangenen Sonntag auch abschreckende Wirkung gehabt haben.

Wer auf der Rettungszufahrt parkt, erlebt keine Gnade

Besonders im Blick hat der städtische Vollzugsdienst dabei nach früheren Angaben alle Rettungswege. Hier müssen Falschparker stets damit rechnen, dass ihre Autos abgeschleppt werden. Die Folge ist eine Rechnung über mehrere hundert Euro und erheblicher Ärger, bis man das Auto zurückhat. Auch die Routen der Linienbusse werden erfahrungsgemäß konsequent offengehalten. Auch empfindliche Bußgelder drohen – das gilt auch, wenn der Parkschein fehlt, denn das Parken an den Bädern kostet auch an Sonn- und Feiertagen.

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