Große Enttäuschung in Konstanz: Die vom Land Baden-Württemberg angestoßene Offensive für die digitale Ausstattung der Schulen kommt ins Stocken. Die Millionen stehen zwar bereit, aber der Markt sei leergefegt, sagt Frank Schädler, Leiter des Konstanzer Amts für Bildung. Die Konsequenz: Die Schulen müssten noch länger für die seit Ende September angekündigten mobilen Geräte warten.

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Frank Schädler geht davon aus, dass die ersten Tablets in den nächsten Tagen geliefert werden. Damit ließen sich die schlimmsten Engpässe bei Schülern überbrücken, die ansonsten dem Online-Unterricht nicht folgen könnten.

Stadträtin Zahide Sarikas zeigt sich enttäuscht

Zahide Sarikas, Stadrätin der SPD, zeigte sich enttäuscht. Sie habe den Schulen und den Schülern immer gesagt, im Oktober stünden die Leihgeräte bereit. Wer in einer ärmeren Familie aufwachse, müsse sich keine Sorgen machen.

Zahide Sarikas (Archivbild)
Zahide Sarikas (Archivbild) | Bild: privat

Seit der Corona-Pandemie und der Zeit, in der Schulen geschlossen waren, hat der Digitalunterricht an Bedeutung gewonnen. Das Land Baden-Württemberg stockte die Mittel für digitale Ausstattung auf. Jeder Schüler sollte sich ein digitales Endgerät leihen können, wenn er daheim keines hat. Der Beschluss war schon im Mai verkündet worden.

Auch Lehrer sollen sich Geräte leihen können

Künftig sollen sich auch Lehrer Geräte leihen können, kündigte Uwe Schurer vom städtischen Amt für Bildung an. Die Ausleihe an Lehrer sei neu an den Schulen Baden-Württembergs. „Das hat es bisher nicht gegeben. Das ist ein neues Konzept.“ Schon vor der Pandemie im Februar war zudem klar: Das Amt für Schulen und Bildung in Konstanz stößt mit seiner personellen Ausstattung für die Digitalisierung der Schulen an personelle Grenzen.

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Auf Anfragen der SPD-Fraktion im Gemeinderat antwortete die Stadt seinerzeit, vor dem ersten Lockdown: Mit 1,5 Personalstellen würden rund 1400 Rechner an Konstanzer Schulen betreut sowie die Schul-EDV und die Medienpläne weiterentwickelt. Es sei abzusehen, dass die 1,5 Personalstellen für die wachsenden Aufgaben nicht genügten. Es müsse über eine Aufstockung diskutiert werden.

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