Nicht nur die Autofahrer ärgern sich: Seit mehr als einem Jahr ist die Fürstenbergstraße wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Baustelle auf der B33 in Höhe des Gebäudes der Entsorgungsbetriebe wird noch bis zum 26. März für Verkehrsbehinderungen sorgen und wurde aktuell durch die Verengung in Höhe des Betriebsgebäudes der Entsorgungsbetriebe verschärft.

Aufgrund der Baustelle vor dem Gebäude der Entsorgungsbetriebe wird der Verkehr von der B33 einspurig in die Stadt geführt, was zusätzlich für Verkehrsbehinderungen sorgt.
Aufgrund der Baustelle vor dem Gebäude der Entsorgungsbetriebe wird der Verkehr von der B33 einspurig in die Stadt geführt, was zusätzlich für Verkehrsbehinderungen sorgt. | Bild: Scherrer, Aurelia

Dazu noch die Vollsperrung eines Teilstücks der Mainaustraße in Allmannsdorf und damit verbunden die Umleitung über das Industriegebiet sowie Bündelung des Verkehrs auf den ohnehin stark frequentierten Hauptachsen. Viele Bürger fragen sich: Muss das sein? Kann man das nicht besser planen?

Die Vollsperrung in Allmannsdorf ist aufgehoben

Zunächst gibt Ulrich Hilser, Pressesprecher der Stadt Konstanz, auf SÜDKURIER-Nachfrage Entwarnung: Die Vollsperrung in Allmannsdorf wurde am Freitag aufgehoben. Auf die Frage, ob es keine besseren Umfahrungsmöglichkeiten gegeben hätte, als die ausgeschilderte Variante einmal rund um die Stadt, die mit den weiteren Baustellen quasi kollidierte, schreibt Hilser per E-Mail: „Eine lediglich halbseitige Sperrung der Mainaustraße war aufgrund von Sicherheitsproblemen nicht möglich.“

Darüber hinaus sei die Umleitungsstrecke der Baumaßnahme Allmannsdorf aufgrund der Baumaßnahme auf der Reichenaustraße neu beschildert worden. So sei der Verkehr seit Montag von der Fähre kommend an der L221 (Westtangente) über die Byk-Gulden-Straße geführt worden. „Von ‚quasi kollidieren‘ kann deshalb nicht die Rede sein“, so Hilser.

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Hilser betont weiter: „Das Umleitungskonzept wurde vom Regierungspräsidium gemeinsam mit der Polizei und Straßenverkehrsbehörde bezüglich Verkehrssicherheit und Umsetzbarkeit abgewogen und im Anschluss wurde ein gemeinsamer Entschluss gefasst. Hierbei kam der starke Wunsch der Stadt Konstanz (insbesondere der Politik) auf, die Wohnquartiere vor Verkehrsbelastungen zu schützen. Dies wurde entsprechend umgesetzt.“

Auch die Fürstenbergstraße soll bald befahrbar sein

Die Fürstenbergstraße, an der seit mehr als einem Jahr gearbeitet wird, soll „nach heutigem Stand – je nach Witterung der nächsten Wochen – spätestens Anfang April soweit fertiggestellt sein, dass der Verkehr wieder fahren kann“, so Ulrich Hilser.

Auf die Frage, warum derartige Baustellen nicht besser koordiniert werden, schreibt der städtische Pressesprecher: „Die Maßnahme Fürstenbergstraße läuft bereits seit über einem Jahr, deshalb war hier vonseiten des zuständigen Tiefbauamtes keine Koordination mit den anderen genannten Maßnahmen möglich. Zu den anderen Maßnahmen teilt uns das Regierungspräsidium (RP) mit: Das RP hat sich bewusst dafür entschieden, dass die Baumaßnahmen auf der B33 (Reichenaustraße/Mainaustraße) im März ausgeführt werden und somit der Lockdown und der daraus resultierende geringere Verkehr ausgenutzt werden können.“

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Auf die Frage, was die Stadtverwaltung macht, um eine derartige Häufung von Baustellen in zentralen Hochfrequenzlagen zu verhindern und eine sinnhafte Zeitschiene zu planen, äußert Ulrich Hilser: „Die Stadtverwaltung hat ein umfassendes Baustelleninformationssystem etabliert, mit dem die rund 400 Aufgrabungen, die jährlich anfallen, mit allen Stellen sehr gut geplant, koordiniert und abgewickelt werden können. Auch externe Partner werden hier selbstverständlich frühzeitig eingebunden und beteiligt.“