Erst ab Ende dieses Monats können sich Interessenten für die freiwerdende Stelle des Oberbürgermeisters sechs Wochen lang offiziell bewerben. Und doch steht diese Wahl schon jetzt unter einem schlechten Stern. Weil sie an den Grenzen eines demokratischen Prozesses entlang schrammt, diese – wenn man ehrlich ist – eigentlich überschreitet.

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Sie müsste deshalb verschoben werden. Ein Wahlkampf wird nicht so möglich sein, wie es für die Bestimmung eines neuen Stadtoberhaupts notwendig ist. Da kann man noch so sehr das Hohelied auf die grenzenlosen Möglichkeiten der sozialen Medien oder Video-Botschaften anstimmen.

Bürgermeisterwahlen sind Personenwahlen

Keine Wahl in Deutschland ist so sehr von der jeweiligen Person abhängig wie die des Bürgermeisters. Die Konstanzer werden – Stand jetzt – am 5. Juli nicht zur Urne gerufen, um eine gesichtslose Partei zu wählen. Sie wählen einen Menschen, dessen Ideen sie überzeugen, den sie mindestens aber sympathisch finden.

Vergessen wir nicht: Es wird eine Zeit nach Corona geben

Man kann die gegeben Umstände akzeptieren und am Juli-Termin festhalten. Die Corona-Krise zwingt uns in noch ganz anderen Lebensbereichen zur Anpassung. Ein Wahlkampf, der großteils ohne öffentliche Auseinandersetzungen der Kandidaten stattfinden würde, ist da nur eine Randerscheinung. Aber: Es wird eine Zeit nach Corona geben und diese wird hoffentlich den größten Teil der achtjährigen Amtszeit des künftigen Oberbürgermeisters einnehmen.

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