Die Corona-Fallzahlen steigen wieder. Der Sommer und damit die Touristen werden trotzdem in die Stadt am See kommen. In diesem Jahr werden wohl auch viele Konstanzer auf den Urlaub im Ausland verzichten und eher schöne heimische Ecken ansteuern.

Das sagt die Stadt

Davon, dass die Stadt Konstanz in diesem Sommer aus allen Nähten platzt, geht Walter Rügert, Pressesprecher der Stadt, zum jetzigen Zeitpunkt eher nicht aus. Er erklärt dazu: „Letztlich ist ja auch die Zahl der Übernachtungsplätze begrenzt.“ Weißt aber darauf hin, dass nach wie vor auf das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, die Einhaltung des Abstands und die übrigen Regeln geachtet werden muss.

Doch welche Regeln gelten für die beliebten Konstanzer Ausflugsziele, was prognostizieren die Verantwortlichen und wie viel kostet der jeweilige Eintritt in den Ferien?

Konstanzer Bäder

Bild: Lukas Ondreka

Bei den Konstanzer Bädern hält man eine Prognose der Touristenzahl für schwierig. Christopher Pape, Pressesprecher der Bädergesellschaft, sagt: „Ob es grundsätzlich einen größeren Ansturm auf die Bäder geben wird, können wir nicht mit Sicherheit sagen.“ Allerdings sei dies, zumindest was die Therme und das Rheinstrandbad anbelange, von untergeordneter Relevanz, da es eine tägliche Begrenzung der Besucher bei den Bädern gebe.

Um dies besser zu regulieren, können Besucher die Tickets über den Online-Shop www.therme-konstanz.de buchen. Dort sehe man, wie viele Plätze noch frei seien. Das Ticket kann frühestens sieben Tage vor dem Badbesuch gekauft werden. Dabei werden die Kontaktdaten automatisch aufgenommen, der Einlass erfolgt so schneller und kontaktlos. Falls man eines der wenigen Tickets vor Ort kaufe, könne man ein bereits ausgefülltes Kontaktformular ausgedruckt mitbringen.

Zu den Corona-Regeln gehören neben der begrenzten Besucherzahl besondere Hygienemaßnahmen und eine partielle Maskenpflicht. Diese gilt beim Betreten des Geländes der Bodensee-Therme bis zum Erreichen des Umkleideschranks, ebenso wie beim Verlassen des Gebäudes.

Insel Mainau

Bild: Achim Mende

Auf Insel Mainau rechnet man nicht mit einem größeren Ansturm von Touristen. Franz Petzold, Leiter von Marketing und Vertrieb auf der Insel, sagt: „Die komplette Busreisebranche und die Besucher aus dem weltweiten Ausland sind weggefallen. Auch die Zielgruppe der älteren Mainaubesucher ist im Moment noch sehr verhalten.“ So gebe es sicherlich eine Verschiebung an Gästen, aber keinen größeren Ansturm. Unter den aktuellen Bedingungen sei man noch lange nicht bei den ursprünglich geplanten Besucherzahlen pro Monat.

Auf der Insel gilt im Moment eine maximale Besucherzahl von 4000 Menschen gleichzeitig. Die Gäste werden angehalten, ihre Tickets im Vorfeld online zu buchen. Dabei gibt es viele verschiedene Eintrittsfenster, jeweils pro 700 Personen.

Die Gäste werden darauf hingewiesen, die Corona-Hygienebedingungen und Abstandsregeln unbedingt einzuhalten. Der Mundschutz innerhalb der Gebäude ist überall Pflicht, auf der Insel generell wird er ebenfalls empfohlen.

Sealife Konstanz

Bild: Lukas Ondreka

Sealife Konstanz beziehungsweise Pressesprecher Julius Schmidt kann die Besucherzahl in den Ferien noch nicht einschätzen. Er sagt: „Um für alle Fälle gerüstet zu sein, wurde ein Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt: Um die maximale Anzahl der Gäste vorübergehend zu begrenzen, können Tickets momentan nur online und mit Angabe eines Zeitfensters erworben werden.“ Besitzer von Vorverkaufs- oder Jahreskarten können ebenso ein Zeitfenster reservieren.

Es wird ausschließlich bargeldlose Bezahlung angeboten. Der Besucherstrom wird so gesteuert, dass der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Die Besucher werden außerdem dazu angehalten, während des Besuchs eine Mund- und Nasenabdeckung zu tragen. Aufgrund der Corona-Verordnung können keine Schaufütterungen und Gruppenbesuche angeboten werden.

Städtische Museen

Bild: Oliver Hanser

Die städtischen Museen rechnen dagegen mit mehr Besuchern in den Ferien. Katharina Schlude, Pressesprecherin der städtischen Museen, sagt: „Aktuell beobachten wir bereits eine Zunahme von Gästen aus dem nationalen, sowie dem internationalen Raum.“

Beim Besuch der vier Konstanzer Museen, also des Rosgartenmuseums, der Städtischen Wessenberg-Galerie, des Hus-Hauses, sowie des Bodensee-Naturmuseums müssen die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zusätzlich sind sie dazu angehalten, auf den vorgegeben Abstand zu anderen Besuchern und dem Personal zu achten. Für jedes Museum wurde außerdem aufgrund der jeweiligen Quadratmeter-Fläche eine maximale Besucherzahl festgelegt.

Archäologisches Landesmuseum

Bild: Stephanie King

Beim Archäologischen Landesmuseum rechne man laut Pressesprecherin Stephanie King mit einer erhöhten Besucherzahl. Die Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie Mund- und Nasenschutz sei im Haus obligatorisch.

Die Hörstationen würden nach jeder Nutzung desinfiziert und es gebe festgelegte markierte Wege und fixe Ein- und Ausgänge, sodass sich nicht zu viele Besucher begegnen. Sollte es zu Wartezeiten, beispielsweise in einer Sonderausstellung, kommen, gebe es aufgrund der Größe des Gebäudes genügend Ausweichmöglichkeiten für die Besucher. Telefonisch kann man sich außerdem nach der aktuellen Besucherzahl erkundigen.

Wildpark Allensbach

Bild: Aurelia Scherrer

Den Wild- und Freizeitpark Allensbach werden im Sommer laut Prognosen der Geschäftsführerin Martina Schleith wohl mehr Menschen als sonst besuchen. „Wir rechnen somit eventuell auch mit Besucherbeschränkungen“, sagt sie. „Die Besucher werden außerdem mit Absperrgittern kanalisiert, sodass sie nicht zu eng beieinander stehen.“

Darüber hinaus herrsche Mundschutzpflicht beim Betreten der sanitären Anlagen und beim Betreten der Gastronomie. Eventuell werden noch weitere Bereiche hinzu kommen, in denen Masken getragen werden müssen. Was die genauen Regelungen für gesamten Ferien angeht, darauf möchte sich Martina Schleith nicht festlegen, da täglich mit Änderungen zu rechnen sei.

M10 TrueActive

Bild: Alexander Stertzik

Bei M10 True Active rechnet Inhaberin Michaela Gentner vor allem bei schlechtem Wetter mit höherem Interesse. Sie empfiehlt deshalb, sich im Voraus einen Wunschtermin auf der Homepage zu reservieren.

Im gesamten Gebäude müsse kein Mundschutz getragen werden. Jedoch müsse deshalb darauf geachtet werden, dass zu jedem Zeitpunkt der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt wird. Sowohl beim 3D Minigolf als auch bei den Ninja Parcours herrscht eine Personenbegrenzung. Das Laser Maze, ein Gang voller Laserstrahlen, ist derzeit aufgrund von Corona geschlossen.