Als hätten sie den zweiten Lockdown geahnt, inszeniert das Bündnis #AlarmstufeRot Konstanz feierlich die Beerdigung der „Veranstaltungsbranche“ auf dem Münsterplatz. Stimmungsvoll werfen die Grablichter ihre Schatten auf das Kopfsteinpflaster vor dem eleganten Holzsarg. Für die Beschäftigten in der Branche ist es „fünf nach zwölf“. Ihre einzige Hoffnung sind die angekündigten Hilfen der Regierung.

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Ein November der Isolation steht bevor. Erneut kommt das öffentliche Leben zum Erliegen und neben der Veranstaltungsbranche trifft es auch unsere Kulturschaffenden, Gastronomen und Dienstleister wieder hart. Viele von ihnen schließen trotz ausgeklügelter Hygienekonzepte und strenger Einhaltung aller Auflagen. Sie fühlen sich zu unrecht gestraft und einige sehen diesmal das endgültige AUS für ihr Geschäft auf sich zukommen.

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Doch wie bewerten eigentlich Mediziner die erneuten Einschnitte? Wir haben zwei Ärzte und eine Virologin befragt. Der Konsens: Wichtig ist es die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Das regelmäßige Desinfizieren der Hände, das Tragen frischer Mund-Nasen-Bedeckungen, Lüften und das Reduzieren privater Kontakte. Die umfassenden Schließungen beurteilt man kritisch. Das Problem liege nicht unbedingt bei Lokalen mit gut organisierten Hygienekonzepten.

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Trotz reduzierte Kontakte und gebotener Vorsichtsmaßnahmen hat es ihn erwischt: unseren Autoren Sebastian Pantel. Seine Erfahrungen mit der Kontaktnachverfolgung und den Behörden werfen für ihn die Frage auf: Haben wir wirklich eine Chance die Zweite Welle aufzuhalten?

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Unter dem folgenden Link bündeln wir die wichtigsten Nachrichten zu Corona im Kreis Konstanz für Sie:

https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/Aktuelle-Entwicklungen-zum-Coronavirus-im-Landkreis-Konstanz;art372432,10474999

Auch in der Schweiz rollt die zweite Welle über das Volk. Was bedeutet es für Pendler, Angehörige und Bewohner der Grenzregion, wenn Seehofer jetzt auch verstärkt entlang der Grenzen kontrollieren lassen will?

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Apropos Schweiz. Am vergangenen Freitag fluteten mehr Schweizer Kunden als üblich die Konstanzer Geschäfte. Die Supermärkte bemühen sich die auslösenden Gerüchte hinsichtlich eines grenzüberschreitenden Einkaufsverbots für Schweizer, aus der Welt zu schaffen. Und auch die Gerüchte der Hamsterkäufe in Deutschland stufen sie als Gespinste der sozialen Medien ein.

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Am Montag schließt das öffentliche Leben also Tür und Tor. Bars und Restaurants werden verrammelt. Lokale stellen erneut auf Lieferservice um. Die Intesivbetten in den Spitälern und Krankenhäusern werden für Corona-Patienten frei gehalten. Was im privaten Raum geschieht kann jedoch nicht durch die Einschnitte kontrolliert werden. Hier liegt es an jedem einzelnen von uns, Kontakte zu reduzieren, Hygienemaßnahmen zu ergreifen und Abstände einzuhalten. Und hoffentlich können wir dann alle an Weihnachten wieder die Familie in die Arme schließen.
Am Montag schließt das öffentliche Leben also Tür und Tor. Bars und Restaurants werden verrammelt. Lokale stellen erneut auf Lieferservice um. Die Intesivbetten in den Spitälern und Krankenhäusern werden für Corona-Patienten frei gehalten. Was im privaten Raum geschieht kann jedoch nicht durch die Einschnitte kontrolliert werden. Hier liegt es an jedem einzelnen von uns, Kontakte zu reduzieren, Hygienemaßnahmen zu ergreifen und Abstände einzuhalten. Und hoffentlich können wir dann alle an Weihnachten wieder die Familie in die Arme schließen. | Bild: Samira Matschinsky

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und halten Sie weiterhin Woche für Woche auf dem Laufenden.