Besondere Situationen erfordern bekanntlich besondere Maßnahmen, und da heißt es gerade in Corona-Zeiten und speziell in Konstanz, pfiffig zu sein. So wie beispielsweise diese beiden Damen, die sich einen kreativen Weg durch die Krise bahnen.

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Aber natürlich brennen den Konstanzern noch andere Themen unter den Nägeln. Diese Woche waren das:

1. Die vermaledeite Wohnungsnot

Wenn hier schon mal eine neue Fläche bebaut werden soll, dann heißt es: Das bringt gar nichts, weil es 1. nur weitere Leute herlockt, 2. eine Spielwiese für Investoren wird und/oder 3. der Umwelt schadet. Im Falle Jungerhalde/West, wo es offenbar relativ schnell gehen könnte, fühlt sich zudem die Bürgervereinigung Allmannsdorf/Staad übergangen.

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Dreimal dürfen Sie raten, welcher dieser vier Gründe dazu führen wird, dass es auch diesmal bis zum Sankt Nimmerleinstag dauert, bis Otto Normalverdiener seinen Flatscreen liebevoll an die neue Wohnzimmerwand tackert. Leute wie die diese Woche im SÜDKURIER vorgestellte Familie, die zu fünft auf 35 Quadratmetern lebt wie weiland die Textilarbeiter im Manchester des 19. Jahrhunderts, kriegen da natürlich Puls.

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Da bleibt einem nur, sich ein Ruderboot zu kaufen und dorthin umzuziehen. Kostet keine Miete, und Seeblick gibt es noch dazu. Oder man gewinnt 100.000 Euro in der Glücksspirale, wie es jetzt einem Konstanzer vergönnt war – das sollte ebenfalls ein, zwei Jahre reichen.

Bild: Samira Matschinsky

2. Der überfüllte Schulbus

Eine gewisse Diskrepanz zwischen dem, was auf dem Papier als ausreichend gilt, und dem, was Betroffene in der Realität erleben, gibt es auch beim Busverkehr. Speziell in den Stoßzeiten, in denen die Konstanzer Schüler in ihre Stätten des Wissens- und Persönlichkeitserwerbs verbracht werden. Rein formal gebe es in den Bussen genug Platz für alle, heißt es in der derzeitigen Diskussion von den Stadtwerken.

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Praktisch beharren aber viele Nutzer darauf, dass der Ausdruck Öffentlicher PersonenNAHverkehr in Pandemie-Zeiten nicht derart wörtlich genommen werden soll. Doch wie wir wissen, überträgt sich das Virus im Freien deutlich schlechter als in geschlossenen Räumen. Die Lösung liegt also auf der Hand: Rauf aufs Dach und gut festhalten. So schnell fährt der Rote Arnold ja nicht.

Bild: Samira Matschinsky

3. Der ausgeräumte Gepäckträger

Wer stattdessen lieber aufs Fahrrad ausweicht, sollte sich Augen im Hinterkopf zulegen. Laut Polizei nehmen nämlich die Diebstähle aus Gepäckträgerkörben zu. Es ist deshalb nicht die beste Idee, den Rucksack oder die Handtasche dort hinten reinzulegen und gemütlich durch die Radstraße im Paradies zu gondeln. Womöglich noch mit lautem Gangsterrap im Kopfhörer.

Wer sich den Henkel beziehungsweise den Trageriemen zur Sicherheit um die Sattelstange legt, legt sich im Fall der Fälle bei einem harten Ruck möglicherweise selbst – und zwar auf den Boden. Da helfen dann auch keine Ohrmuscheln, wenn der Schädel aus 1,70 Meter Höhe auf den Asphalt knallt. Was also tun, um die Langfinger abzuschrecken? Unsere Karikaturistin hat da einen Vorschlag, der dem Begriff Drahtesel eine völlig neue Bedeutung verleiht: Brrrrrzzzzzzzzz!

Bild: Samira Matschinsky

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