Damit in Litzelstetten für mehr Barrierefreiheit gesorgt ist, forderte der Litzelstetter Ortschaftsrat die Konstanzer Stadtverwaltung dazu auf, zeitnah die Mängelliste zu prüfen, Problemlösungen auszuarbeiten und rasch umzusetzen. Die Liste der Stolper- und Gefahrenstellen hatten Stephan Grumbt, Behindertenbeauftragter der Stadt, und Ortsvorsteher Wolfgang Gensle nach einem Rundgang durch den Ortskern zusammengestellt.

Neu ist der Wunsch nach einem barrierefreien Litzelstetten nicht. Schon vor Jahren hatte der Bürger Dennis Riehle, selbst bewegungseingeschränkt, die Probleme offengelegt und konkret benannt. Aber es geschah nichts. Jetzt – nach Begutachtung durch den Behindertenbeauftragten – nimmt das Thema Fahrt auf. Wolfgang Gensle präsentierte dem Ortschaftsrat die Mängelliste.

Hier besteht noch Verbesserungsbedarf

Dass etwa das Litzelstetter Rathaus nur bedingt barrierefrei ist, steht schon lange fest. Der Eingang ist zwar auch für Rollstuhlfahrer geeignet, ein Zugang in die Obergeschosse ist nicht möglich. Auch fehlt – wie beim Waldfriedhof auch – eine behindertengerechte Toilette, skizzierte Gensle. Außerdem einfach zu beheben, aber für seh- und hörbehinderte Menschen hilfreich: Taktile Ausstattung der drei Ampeln in der Martin-Schleyer-Straße.

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Weitere infrastrukturelle Schwachstellen weisen fünf der sechs Bushaltestellen auf, denn nur eine ist mit sogenannten Kasseler Borden ausgestattet. Mithilfe dieser Erhöhung wird gehbehinderten Menschen und jenen mit Rollatoren und Kinderwagen der Einstieg in den Bus erleichtert. Wohlwissend, dass die Sanierung der Martin-Schleyer-Straße erst für die Jahre 2024 folgende vorgesehen ist, wies Gensle auf das Personenbeförderungsgesetz hin, in dem der „verbindliche barrierefreie Umbau der Bushaltestellen bis zum 1. Januar 2022 festgelegt“ sei. Der Rat gab der Stadtverwaltung nun den Prüfauftrag. Ortschaftsrat Jürgen Puchta (Freie Wähler) forderte die Vorlage der Ergebnisse mitsamt Zeitplan der Realisierung für September ein.

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