Der Versteigerer kommt auf die Bildschirme zu den Menschen. Seit 40 Jahren aber steht der 81-Jährige immer wieder live vor dem Publikum. „Der Hammer fällt noch immer“, sagt der Mann, der zusammen mit seiner Frau fünf Mal im Jahr Kunstschätze in Konstanz versteigert, das nächste Mal am 13. März in seinem Auktionshaus.

Wer ist der echte Carlo Karrenbauer? Bei einer Rateshow, die heute zu sehen ist, behaupten dies drei Herren. Bild: SWR
Wer ist der echte Carlo Karrenbauer? Bei einer Rateshow, die heute zu sehen ist, behaupten dies drei Herren. Bild: SWR | Bild: Rindt Claudia

Zuletzt sei die Gemeinde der Menschen gewachsen, die schriftlich, am Telefon oder über Internet bieten, berichtet Carlo Karrenbauer. Die Interessenten säßen manchmal in China und Australien. Hierzulande sei die Zeit der verrückten Sammler, die lieber in ein neues Stück als in den Lebensunterhalt investierten, geschrumpft. Trotz der großen Routine biete sein Beruf bis heute einige Überraschungen. „Es ist immer wieder erstaunlich, was läuft.“

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Mal seien es die Orden aus dem Ersten Weltkrieg, für die Sammler richtig viel Geld hinlegen, mal eine kleine, exotische Dose. Für gerade 60 Euro habe er sie angeboten, auf 220.000 Euro hätten mongolische Liebhaber des Kleinods dann aber den Preis getrieben. Auch beim Ausräumen der Wohnungen, erlebte er immer wieder Überraschungen. Oft werde er von Angehörigen dazu beauftragt. „Man findet an den unmöglichsten Orten Sachen.“ Man müsse jede Schublade und jede Tür öffnen.

Drei von vier lagen richtig

Für die Aufzeichnung der Show sei er schon um 9 Uhr im Studio in Baden-Baden gewesen, aber erst gegen 19 Uhr seien die Szenen mit ihm gefilmt worden – „in einem Rutsch“, wie Carlo Karrenbauer sagt. Bis dahin sei er gut umsorgt worden. Drei von vier der Gäste seien dann auch richtig gelegen: „Sie haben gesagt, ich bin der Echte.“ Was ihn verraten habe, das wisse er auch nicht, sagt das Konstanzer Original mit 40 Jahren Erfahrung als Auktionator.