Um 20.50 Uhr sei bei ihnen die Einsatzmeldung eingegangen, dass es in einem Wohnhaus an der Straße Zur Laube brenne und Personen eingeschlossen seien, erklärt Christopher Kutschker, Pressesprecher der Feuerwehr Konstanz, dem SÜDKURIER am Freitag um 21.45 Uhr vor Ort. Kutschker ist an diesem Abend selbst im Einsatz als Fahrzeugführer eines Löschtrupps.

Bild: Marcel Jud

Insgesamt seien (Stand 21.45 Uhr) neun Fahrzeuge der Feuerwehr im Einsatz gewesen, sagt Kutschker. Nachdem die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren, habe sich die Meldung bestätigt, dass sich noch Personen im Haus befinden. Die Alarmstufe sei daraufhin erhöht worden und es seien zusätzliche Feuerwehrkräfte sowie Rettungsdienste angefordert worden.

Im obersten Stockwerk des Mehrfamilienhauses sei ein sogenanntes „Brandereignis“ festgestellt worden, erklärt Kutschker. Bilder, die im sozialen Netzwerk Facebook kursieren, zeigen deutliche Flammen. Auch Anwohner schildern gegenüber dem SÜDKURIER, dass sie von der Kreuzlinger Straße aus ein größeres Feuer beobachtet haben.

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Das Feuer habe durch die Einsatzkräfte gelöscht werden können, wie Pressesprecher Kutschker erläutert. Auch hätten die im Haus befindlichen Bewohner gerettet werden können. Um was für ein „Brandereignis“ es sich genau handelte und wie viele Personen gerettet wurden, kann Kutschker um kurz vor 22 Uhr noch nicht sagen. Dazu müsse er zunächst Rücksprache mit der Polizei halten.

Gebrannt hat eine Holzsauna

Die Polizei teilt schließlich am Samstagmorgen früh gegen 3 Uhr in einer Pressemeldung mit, dass auf der Dachterrasse im dritten Obergeschoss des Hauses ein hölzernes Saunagebäude in Brand geraten sei. Die Sauna sei durch die Flammen vollständig zerstört worden. Es sei ein Schaden von rund 5000 Euro entstanden. Die Hitzeentwicklung habe zudem die Überdachung der Terrasse und ein Sofa beschädigt.

„Ein 36-jähriger Bewohner wurde leicht verletzt mit Rauchgasintoxikation stationär im Krankenhaus aufgenommen“, heißt es in der Pressemeldung weiter. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen bezüglich der Brandursache aufgenommen.

Die Kreuzung gen Bodanstraße musste während des Einsatzes gesperrt werden.
Die Kreuzung gen Bodanstraße musste während des Einsatzes gesperrt werden. | Bild: Marcel Jud

Feuerwehr-Pressesprecher Christopher Kutschker hatte dem SÜDKURIER kurz vor 22 Uhr erklärt, dass das Gebäude von Polizeikräften begutachtet werde. Auch Feuerwehrleute kontrollierten den Brandort, ob noch irgendwo Funken zünden. Die Lichtkegel von Taschenlampen zeigten, wie sie die Räume durchgingen. Die meisten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienste rückten kurz vor 22 Uhr wieder ab, wie der SÜDKURIER vor Ort beobachtete.

Die meisten Rettungskräfte rückten gegen 22 Uhr wieder ab. Wie hier in der Oberen Laube.
Die meisten Rettungskräfte rückten gegen 22 Uhr wieder ab. Wie hier in der Oberen Laube. | Bild: Marcel Jud

Während des Feuerwehreinsatzes war die Kreuzung in Richtung Bodanstraße gesperrt. Wer von der Altstadt zum Döbele wollte, kam nicht weiter und musste über die Laube fahren. Laut Polizei war die Grenzbachstraße zwischen Obere Laube und Kreisverkehr Döbele bis etwa 22.45 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Die Feuerwehr habe 53 Kräfte wegen des Brandes eingesetzt. Außerdem seien drei Rettungsfahrzeuge, zwei Notärzte sowie fünf Streifen der Polizei vor Ort gewesen, so die Polizei weiter. Das Ereignis sorgte auch bei zahlreichen Passanten für Aufsehen.

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